Mi. Dez 7th, 2022

In Zeiten wachsender staatlicher Onlineüberwachung, der Blockade des freien Datenzugangs und einer zunehmenden Gefahr von Hackerangriffen erkennen immer mehr Privatpersonen und Unternehmen die Bedeutung eines wirksamen Schutzes ihrer Daten. Blockchain-Technologien bieten eine gute Möglichkeit, den Datenschutz zu sichern. Darauf setzt auch das Schweizer Startup Nym Technologies, das sich den Aufbau einer innovativen Datenschutzinfrastruktur zum Ziel gesetzt hat. Dafür hat sich das Unternehmen mit dem Schweizer Telekommunikationsanbieter Swisscom nun kompetente Unterstützung mit ins Boot geholt.

Effektive Anonymisierung der Daten

Der Einsatz der von Nym entwickelten Blockchain-Technologie sorgt dafür, dass sensible Daten und deren Transaktionsprozesse umfassend verschleiert und anonymisiert werden, um die Kommunikationsmuster ihrer Anwender wirksam vor Überwachung zu schützen. Grundlage des Nym-Datenschutznetzwerks sind dabei nicht einige zentrale Server, sondern Tausende von auf der ganzen Welt verteilten Computern. Diese werden von unzähligen Nutzern bereitgestellt, die dadurch die Infrastruktur des Nym-Netzwerks schaffen.
Damit funktioniert die von Nym präsentierte Lösung ähnlich wie das Datenschutzsystem Tor, bei dem der Online-Datenverkehr ebenfalls über Knotenpunkte in einem globalen Overlay-Netzwerk geleitet wird. Im Unterschied zum Tor-Netzwerk setzt Nym jedoch auf ein Anreizsystem, das die individuellen Betreiber der Infrastruktur für ihren Einsatz mit dem von Nym entwickelten Krypto-Token NYM entlohnt.

Nutzung von Swisscoms IT-Infrastruktur-Expertise

Swisscom verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Betrieb modernster Netzinfrastruktur. Mit dieser Expertise liefert der Schweizer Telekommunikationskonzern Nym wertvolle Unterstützung beim Ausbau seiner Datenschutzinfrastruktur. Zugleich erkannte Swisscom schnell das Potenzial, das dezentrale und offene Netzwerke haben, um herkömmliche Plattform-Geschäftsmodelle zu verändern.

Nym-Gründer und -CEO Harry Halpin erklärte dazu:

„Wir freuen uns, einen der grössten Schweizer Telekommunikationsanbieter an Bord zu haben, da dies das riesige Potenzial für datenschutzorientierte Anwendungsfälle in verschiedenen Branchen unterstreicht.“

Swisscoms Erfahrung im Bereich der Online-Infrastruktur und die in dem Konzern herrschende Überzeugung hinsichtlich der Zukunft der Blockchain-Technologien könnten Halpin zufolge viele weitere Anwender zur Nutzung der Datenschutztechnologie bewegen.

Ähnlich positiv bewertet Partner Swisscom die Kooperation. Dominic Vincenz, Fintech Innovation Manager bei dem Unternehmen, betonte, wie sehr sich Swisscom über die Zusammenarbeit mit Nym freue. Auf diese Weise könne die Entwicklung einer datenschutzfreundlichen Infrastruktur unterstützt werden, um so neue, auf Dateneigentum basierende Geschäftsmodelle zu fördern.

Mit Swisscom begrüsst Nym nun ein weiteres Mitglied in seinem Partner-Pool. Dazu zählen bereits Branchenspezialisten wie Polychain, Binance, a16zCrypto und DCG. Für das Team von Nym ist die Kooperation mit Swisscom ein weiterer Schritt auf dem Weg, Nym als leistungsfähige globale Mehrzweck-Blockchain zu etablieren. Diesem Ansatz vertrauen bereits führende Kapitalgeber aus der Startup-Branche. Dies zeigt sich unter anderem an dem Engagement bekannter Investoren wie Andreessen Horowitz aus Kalifornien, die Nym mit einer zweistelligen Millionensumme unterstützen.

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