= Application Programming Interface

APIs sind keine Erfindung der Neuzeit, die gab’s immer schon. Zumindest fast so lange, wie es Software gibt. Sie wurden früher meist als Schnittstellen oder Interfaces bezeichnet. Der Begriff hat in den letzten Jahren zusätzliche Konjunktur erhalten durch Social Medias oder auch durch PayPal, weil Twitter, Facebook und andere APIs zur Verfügung stellen, um ihre Dienste für Drittparteien zu öffnen. Dadurch werden Services im besten Falle explosionsartig weiter verbreitet, in geregelter Art und Weise. Ein User muss zum Beispiel nicht Twitter direkt ansteuern, um Twitter-Leistungen zu nutzen, sondern kann dies auf einer Drittanbieter-Website tun.

Was es ist

API ist eine Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung. Eine Programmierschnittstelle, die Entwicklern (Drittparteien) erlaubt, ihre Applikationen an die Software des Herausgebers der API anzubinden. Der Vorteil liegt darin, dass über eine gut dokumentierte API Anbindungen relativ leicht und schnell erfolgen können, ohne dass ein Drittanbieter tief ins Kernsystem des API-Herausgebers eingreifen müsste (was der auch nicht zulassen würde). Das führt auf allen Seiten zu erweiterten Möglichkeiten, einer Vielzahl zusätzlicher Services sowie zu einfacher Anbindung und tieferen Kosten.

Wie es funktioniert

Je nach Umfang und Auslegung, können externe Applikationen über APIs die vom Herausgeber der API definierten Daten oder Funktionen einer bestehenden Software direkt ansprechen und nutzen. So können bereitgestellte Inhalte dynamisch in Plattformen von Drittparteien integriert und weiterverarbeitet werden. APIs ermöglichen Dritten den Zugang zu Benutzern und deren Daten in Systemen und Datenbanken, die ohne API geschlossen funktionieren und verschlossen bleiben. Das macht die Ursprungs-Applikation des API-Anbieters wertvoller sowie auch den Leistungsumfang des Drittanbieters.

APIs und PSD2

In der Finanzbranche sind APIs gerade auch im Zusammenhang mit PSD2 im Gespräch. PSD2 ist die erweiterte Zahlungsdienste-Richtlinie, welche Drittanbietern (TPPs) erlaubt, definierte Kontodaten und Funktionen von Finanzinstituten zu nutzen – über APIs, die von Banken zur Verfügung gestellt werden.