Sa. Sep 18th, 2021

Die USA im Mining-Fieber – neues Zentrum für Krypto-Akteure? Nordamerika, präzise gesagt die USA und Kanada, konnten in den letzten Monaten einen rapide steigenden Anteil an der globalen Hashrate verzeichnen. Die USA steuern einen Anteil von 17 Prozent der Industrie bei – ein Anstieg von ganzen 151 Prozent in unter einem Jahr! Eine bedeutende Ursache für diese Entwicklung ist wohl vor allem im China-Crackdown zu suchen. Dieser bezeichnet die Aktivitäten der chinesischen Regierung gegen die dort ansässigen Miner und ist ein Faktor, der die Konkurrenzfähigkeit der asiatischen Handelsnation entscheidend dämpft.

Chinas Beteiligung auf absteigendem Ast

Der China-Crackdown verursacht vor allem auch Umlagerungen der bisher aktiven Mining-Rigs. Schätzungen zufolge werden sich insgesamt 500.000 der Schöpfungs-Geräte in die USA verschieben. Fred Thiel, CEO von Marathon Digital Holdings, bescheinigt den USA mithilfe dieser Prognose eine glänzende Mining-Zukunft: Ende 2022 könnte die nordamerikanische Techniknation schon 40 Prozent der globalen Hashrate stellen.

Gegensätzlich entwickelt sich die Lage in die China. Seit einem Hochpunkt im September 2020, an dem China mit 67 Prozent Hashrate den zweifellosen Mining-Führer darstellte, sank der Anteil kontinuierlich. Im April 2021 betrug er nur noch 46 Prozent und aktuellste Schätzungen gehen von weiteren starken Entwicklungen ins Negative aus.

Kasachstan und Iran: Entwicklung kann nicht mit positiven Prognosen mithalten

Allgemein war bisher von einem positiven Einfluss des China-Crackdowns auf Kasachstan und Iran ausgegangen worden. Mit ihren günstigen Strompreisen erscheinen diese Länder für viele Miner besonders attraktiv. Überraschenderweise blieb der grosse Boom jedoch bisher aus – chinesische Miner bevorzugen die USA. Ursachen hierfür sind vor allem in der grösseren politischen Stabilität und dem rechtsstaatlichen Vorgehen, das grössere Sicherheit bietet, zu suchen, doch auch die Infrastruktur ist durchaus attraktiv: Sie wurde seit dem Bitcoin-Tief in 2018 stark ausgebaut und zieht so Miner aus aller Welt an.

Bessere Klimabilanz durch Öko-Strom

Viele der umgesiedelten Miner nutzen in den USA erneuerbare Energien oder nehmen zumindest zum Ausgleich ihres Verbrauchs am Zertifikatehandel teil, wie Thiel berichtet. Langfristig wird die Abwanderung aus China in die USA, nach Kanada und Russland wohl also nicht nur wirtschaftliche Effekte haben, sondern auch die Klimabilanz verbessern.

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