Das Investment in Bitcoin ist keine neue Entwicklung oder Tendenz. Sowohl Brancheninsider als auch private bzw. institutionelle Anlegern nutzen diese Kryptowährungsanlage seit längerer Zeit zur Geldanlage. Doch eignet sich bereits ein Bitcoin als Absicherung im Alter?

Insbesondere die aktuellen Massnahmen der Institutionen im traditionellen Finanzsektor befeuern die Attraktivität von Kryptowährungen und damit von Bitcoin. Aufgrund der Entwicklung weg von fest fixierten Leistungsprogrammen innerhalb der Pensionspläne hin zu beitragsorientierten Programmen, gestaltet sich Sicherheit fraglicher denn je.
Immer mehr Experten sind sich einig, dass eine Vielzahl an Menschen in den Industrieländern auf die eigenen persönlichen Ersparnisse zur Deckung ihres Lebensabends angewiesen sind.

Durch die kontinuierlich niedrige Inflation in den letzten Jahren ging die Strategie der Verwendung von Ersparnissen und den Pensionsplänen auf. Die Folge einer Verschärfung der gegenwärtigen finanzpolitischen Entwicklung könnte ein starker Anstieg der Inflation sein. Damit verbunden werden viele Rentner in Schwierigkeiten geraten. Der stetige und umsichtige Langfristsparer ist dann im Nachteil, da die zunehmende Inflation zu sinkender Ertragskraft der Renten führt.
Bitcoin kann dabei als zusätzliche Absicherung dienen. Wird die Kryptowährung derzeit insbesondere von jüngeren Anlegern unter 35 Jahren als potentieller Sicherheitsanker im Portfolio betrachtet, trägt hauptsächlich die Inflationsentwicklung zum Umdenken vieler Anleger bei.
Für die Investition in Bitcoin, analog zu anderen Geldanlageformen, spricht hauptursächlich der Glaube an bessere Ertragsaussichten und damit höhere Renditen gegenüber traditioneller Investments. Auch in Zukunft wird es Wirtschaftsabschwünge geben. Anleger, die zumindest einen Teil ihres Portfolios in Kryptowährungen investieren, können diesen und höheren Inflationsraten deutlich entspannter entgegenblicken.

Die so oft zitierte Diversifikation (breite Streuung innerhalb eines Anlageportfolios) wird um Kryptowährungen als zunehmend festem Bestandteil gut aufgestellter Portfolios ergänzt. Die Legitimität dieses Anlageinstrumentes steigt mit jeder Krise wie der Corona-Pandemie.

Das persönliche Investment in Kryptowährungen, speziell in Bitcoin, sollte jeder nach eigener Risikobewertung selbst entscheiden. Die rapide ansteigenden Arbeitslosenzahlen in den USA und die extreme staatliche Unterstützung in allen von der Pandemie betroffenen Ländern lässt eine ungewisse Entwicklung am Finanzmarkt vermuten. Ein Investition in Bitcoin ist mit Risiken verbunden. Aber nicht in Bitcoin zu investieren, ist vielleicht das noch grössere Risiko.