Das NYDFS (New Yorker Finanzdienstleistungsministerium) hat dieser Tage sehr viel zu tun. Nachdem die Corona-Krise, die anfänglich von dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, mittlerweile ungeahnte Ausmaße angenommen hat, wird es jetzt auch für die bitcoinbasierte Unternehmenslandschaft ungemütlich. Nun hat in Amerika auch der letzte Skeptiker aus der Wirtschaft verstanden, welche Ernsthaftigkeit hinter der Thematik COVID-19 steht und dass sich die Krise durchaus noch für einen langen Zeitraum hinziehen kann.

Krypto-Unternehmen haben eine Herausforderung vor sich, die ihresgleichen sucht

Mit einem Rundschreiben, welches das NYDFS mit dem 10/03/20 herausgegeben hat, wurden die Krypto-Unternehmen zur Erstellung von Notfallplänen aufgefordert. Das New Yorker Finanzdienstleistungsministerium wies in diesem Rundschreiben darauf hin, dass entsprechende Strategien zur Verringerung des Cyberrisikos sowie für Mitarbeiterschutzmaßnahmen entwickelt werden müssen. Überdies müssen für einen Katastrophenfall, der nunmehr nicht mehr ausgeschlossen werden kann, auch Kommunikationspläne entwickelt werden. In diesem Zusammenhang muss auch die Funktionsfähigkeit der sogenannten kritischen Operationen aufrechterhalten bleiben, damit auch in Zeiten der Katastrophe die entsprechenden Vorgänge durchgeführt werden können.

Blühende Zeiten für Hacker

Eines der größeren Sorgen der Regulierungsbehörde sind die Hacker, die sich besonders in Zeiten der Krise sehr aktiv zeigen und nunmehr verstärkt Angriffe auf die Unternehmen durchführen könnten. Dementsprechend müssen die Krypto-Unternehmen gerade jetzt auf sehr robuste Sichermaßnahmen setzen und betrügerische sowie auch Rückzugshandlungen frühzeitig erkennen. Auch die Möglichkeit, dass Kapital durch Fernarbeiter mittels Verschiebungen von sogenannten „cold Storages“ in die „hot Wallets“ sollte von den Krypto-Unternehmen in den Fokus genommen werden.

Die Krypto-Unternehmen stehen nunmehr in der Pflicht, die entsprechenden Pläne zu entwickeln und diese Pläne binnen 30 Tagen an die Regulierungsbehörde zu übermitteln. Frühzeitigeres Handeln ist jedoch ausdrücklich angezeigt, da die Corona-Krise eine bisher ungeahnte Dynamik entwickelt hat. Dies äußert sich auch dadurch, dass die pulsierende Metropole New York mittlerweile fast schon eine Geisterstadt geworden ist. Die Zahl der Pendler reduziert sich täglich und die Menschen halten immer stärker Abstand zueinander. Dieses Verhaltensmuster, welches auch als „Social Distancing“ mittlerweile weltweit bekannt ist, wurde von der Regierung empfohlen. Dementsprechend stehen die Taxis zwar immer noch am Straßenrand, allerdings sind weit und breit keine Fahrgäste in Sicht.

Die Krise spitzt sich zusehends zu und der Bundesstaat New York hatte bereits vor Tagen den Ausnahmezustand ausgerufen. Einzig die Krypto-Unternehmen waren im Hinblick auf ihre Reaktionen im Hinblick auf die Krise noch unschlüssig. Nunmehr jedoch wurde durch die Regulierungsbehörde ein Ausblick darauf gegeben, was in den nächsten Tagen und Wochen noch erwartet werden kann. Wie lange der Ausnahmezustand noch anhält vermag im Augenblick keine Menschenseele mit Gewissheit zu sagen. Es wird jedoch allgemeinhin befürchtet, dass sich der aktuelle Zustand für die nächsten sechs Monate definitiv nicht ändern wird. Für diesen Fall ist es natürlich erforderlich, dass die Krypto-Unternehmen auf den schlimmsten Fall entsprechend vorbereitet sind.

Die gute Vorbereitung trägt dazu bei, dass durch die Corona-Krise nicht auch noch ein wirtschaftlicher Schaden entsteht und dass dementsprechend nach der überstandenen Phase der Start in die Normalität erheblich schneller gelingen kann. Sämtliche Krypto-Unternehmen haben angekündigt, die Pläne so schnell wie möglich an die Regulierungsbehörde zu übermitteln.