Kryptowährungen sind seit vielen Monaten auch als Zahlungsmittel top aktuell. Der Schwerpunkt des Interesses liegt dabei sicher auf dem Zugpferd der sich seit dem letzten Jahr rasant entwickelnden Branche, den Bitcoin. Dabei ist es nicht besonders verwunderlich, dass sich das Gros der Anhänger größtenteils aus jüngeren und technik- wie onlineaffinen Menschen rekrutiert. Deshalb reagieren inzwischen neben Finanzanalysten und Spekulanten immer mehr Unternehmen auf den Boom, und nehmen einzelne Kryptowährungen in die Liste ihrer offerierten Zahlungsmöglichkeiten mit auf. Ob Lieferando, Uber oder Rakuten: Überall spielen Unternehmen mit der Idee, Kryptowährungen wie Kreditkarten, Überweisungen oder PayPal zu behandeln – wenn sie diese nicht schon bereits akzeptieren.

Für die Anwender haben Kryptowährungen den großen Vorteil, dass sie eine relativ sichere Zahlungsmöglichkeit darstellen, für die sie keinerlei Kontodaten oder Informationen zur Kreditkarte an den Betreiber weiterreichen müssen. Für viele ein wichtiger Grund; gerade in Zeiten vermehrt auftretender Hacks und einem stetig wachsenden Bewusstsein, was die Sicherheit der eigenen Daten angeht. Hinzu kommt, dass sich die Nutzer stets genau über die aktuellen Kurse informieren können. So gibt es online leicht verfügbare Bictoin Charts, die ihnen in Echtzeit anzeigen, wo der Wert der Digitalwährung gerade liegt.

Neben dem E-Commerce finden sich die Kryptowährungen auch in anderen Onlinebereichen immer öfter in der Liste der akzeptierten Zahlungsmittel. Angesichts der großen Verbreitung und Popularität der Digitalwährung besonders unter Onlinefans ist es nicht verwunderlich, dass inzwischen auch erste Online Casinos und private Lotteriegesellschaften dazu übergegangen sind, Zahlungen in Bitcoin anzunehmen. Die Währung ist für Betreiber von Online Glücksspiel genauso attraktiv, wie für alle Onlinehändler: Für sie ist die Integration von Bitcoin in die Zahlungsoptionen eine gute Möglichkeit, sich von den konkurrierenden Online Casinos abzugrenzen und so attraktiver für Kunden zu werden. Zudem wächst bei Verbrauchern mit der Verbreitung die Forderung, mit den Währungen wie mit einer Kreditkarte online bequem Einkäufe zahlen zu können.

Natürlich schauen sich bisher in Bezug auf Bitcoin & Co. noch inaktive Marktteilnehmer die Entwicklung zur Zeit sehr genau an. Denn auf der einen Seite ist nicht sicher, welche der Digitalwährung das für die gesamte Branche sicherlich turbulente und entscheidende Jahr 2018 überhaupt übersteht. Zum anderen muss man sehen, inwieweit staatliche Stellen einen nationenübergreifenden Konsens finden, und gewisse Regeln für die bis dato nicht regulierte Branche zu finden. Unternehmen, die mit der Hinzunahme von Bitcoin in ihre Zahlungsoptionen liebäugeln, dürfte dies nur all zu recht sein.

Natürlich wäre es interessant zu wissen, wie man bei Amazon über das Thema denkt. Sicher ist, dass eine Akzeptanz der Digitalwährung durch den E-Commerce-Giganten bahnbrechende Auswirkungen auf die gesamte Onlinebranche hätte, und der Verbreitung von Bitcoin einen immensen Vorschub bieten dürfte. Doch wer Amazon kennt weiß, wie gerne das Unternehmen Abläufe selbst in die Hand nimmt. Von der Logistik mit dem Aufbau einer eigenen Infrastruktur zum Transport der Millionen an Paketen bis hin zur Zahlungsabwicklung und der Integration von Robotern in die firmeneigenen Logistikcenter setzt Amazon stark auf Lösungen aus dem eigenen Haus. Gut möglich, dass die Firma deshalb auch bei Digitalwährungen einen Schritt überspringt, und sich an die Etablierung einer eigenen Kryptowährung macht. Falls dies geschehen sollte, wäre der Druck auf die existierenden Anbieter immens. Soweit ist es jedoch noch nicht, weshalb sich Anwender wie auch Anbieter zur Zeit über die zunehmende Akzeptanz der Währungen uneingeschränkt freuen dürfen.