Mi. Nov 30th, 2022

Als der Bitcoinkurs an einigen Börsen 19’000 USD erreichte, war wieder besonders oft das Wort „Bubble“ oder eben Blase zu hören. Einige Experten sind der Meinung, dass sich Bitcoin in einer Blase befindet, die bald platzen könnte. Andere wiederum denken, dies sei erst der Anfang: Im Vergleich zur Dotcom-Blase Ende der 90er Jahre stecke noch nicht soviel Geld im Ökosystem der Digitalen Währungen. Die Spähre der New Economy Bubble brachte es auf knapp 2 Billionen, und von so einem hohen Betrag sei das Bitcoin Universum noch weit entfernt. Im Weiteren sei die Welt so vernetzt wie nie zuvor und im Gegensatz zur Internetblase könne bei den Digitalen Währungen jeder mitmachen: Die Hürden für den Einstieg sind kleiner geworden.
 
Aktuell hat sich der Bitcoinpreis bei gut 15’000 eingependelt. Diese Zahlen (und der daraus resultierende Medienhype) sind derart verlockend, dass sich nun auch Hinz und Kunz für Bitcoins zu interessieren begonnen haben. Doch wie bei allen derartigen Investitionen gilt: wenn Sie nicht gerade Geld wie Heu haben (wie z.B. die Bitcoin-Milliardäre, Zuckerbergs Erzfeinde aus der Harvard-Ära, die Winklevoss-Zwillinge), ist bei dieser extrem volatilen Währung prinzipiell Vorsicht geboten, warnen Analytiker. (Daneben gibt es auch warnende Stimmen von denjenigen, die sich bereits an diesem Markt versucht haben und aufgrund von Cyberattacken eine Menge Geld an Bitcoin Wallets von Hackern verloren haben).

Möchtegern-Investoren verpfänden Häuser

Nichtsdestotrotz scheint es, dass so manche Bitcoin-Begeisterte einfach nicht auf die Warnungen hören wollen. Zahlreiche Möchtegern-Investoren gehen sogar so weit, dass sie für den Einkauf von Bitcoins ihre Häuser verpfänden, während andere wenigstens ihre Kreditkarten überziehen, um an etwas Kapital zu kommen. Joseph Borg, Beauftragter der Wertpapieraufsichtsbehörde, ist dem Medienrummel gegenüber skeptisch.

Als Vorsitzender der NASAA (North American Securities Administrators Association) weiss er nämlich so einiges über dieses Thema. Der Bitcoin befände sich gerade in einer „manischen“ Phase, erklärt Borg dem Nachrichtensender CNBC über den abnormalen Medienrummel, den die digitale Währung in letzter Zeit hervorgerufen hat. Obwohl das Börsendebüt für Bitcoin-Futures an der Chicagoer CBOE eine Sensation gewesen sei, wäre es weiterhin mehr als angebracht, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben, so Borg. Er begründet seine Bedenken damit, dass der Bitcoin nach wie vor unreguliert sei und die Regulatoren somit Mühe hätten, mit der technischen Innovation Schritt zu halten.

„Wir betrachten die Problematik vom Geldüberweisungs-Blickwinkel aus, schaffen es dabei jedoch nicht, die Bitcoin-Thematik vollumfänglich im Blick zu behalten“, erklärt Borg.

Auf jeden Fall ist er aber überzeugt davon, dass sich in Zukunft vielmehr die Blockchain-Technologie bewähren wird, da diese auf beachtenswerte Weise die Daseinsberechtigung von Bitcoins und weiterer digitaler Währungen untermauert. Ob der Bitcoin jedoch all die spekulativen Anlagestrategien überleben wird, bleibt nach wie vor im Unklaren.

Bonus: Movie Trailer Tulpenblase2017

Quellen

[1] Wikipedia „Dotcom-Blase“
[2] IMDB: Tulip Fever (2017)
[3] People are mortgaging their houses to buy Bitcoin
[4] Coinmarketcap: Kurse von Bitcoin, Litecoin, Ethereum…

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