Mi. Dez 7th, 2022

Seit mittlerweile zehn Jahren ist das Fintech Sumup operativ am Markt unterwegs. Das Unternehmen startete 2012 mit der Idee, dass Kunden in Läden unabhängig von Kabeln und Ort mit dem Smartphone bezahlen können sollten. Dazu stattete das junge Unternehmen die Händler mit einer kleinen, weißen Box aus. Das Gerät wird heute noch betrieben, wenngleich das Geschäftsgebiet in der Zwischenzeit stark ausgebaut wurde. Heute zählen über vier Millionen Klein- und Kleinstunternehmen zu den Kunden des Fintechs. Die App stellt den Händlern die Möglichkeit von Remote- und Vor-Ort-Zahlungen zur Verfügung. Die zugehörigen Kartenterminals und Kassensysteme werden ebenfalls von Sumup betrieben. Lösungen zur Rechnungserstellung und für Onlineshops gehören neben weiteren Services ebenfalls zum Repertoire.

Eine erfolgreiche Finanzierungsrunde

Sumup konnte kürzlich in einer Finanzierungsrunde 590 Millionen Euro sammeln. Für aktuelle Verhältnisse ist das ein relativ hoher Betrag. Geleitet wurde die Finanzierungsrunde von Blain Capital Tech Opportunities und ein paar beteiligten Fonds. Goldman Sachs stand beratend zur Seite und Weil, Gotshal & Manges berieten in rechtlichen Fragen. Die Gesamtfinanzierung beträgt nun insgesamt 1,5 Milliarden Euro, wobei Eigen- und Fremdkapital dazugekommen sind. Die Bewertung wird derzeit auf 8 Milliarden Euro geschätzt, wobei die Profitabilität nur schwierig eingeschätzt werden kann. Das Unternehmen hält sich zurück, wenn nach der Profitabilität gefragt wird. Die Investitionen werden benötigt, damit die ehrgeizigen Bestrebungen und das aggressive Wachstum weiter anhalten können.

Bremse bei Investitionen trifft Fintechs weniger

Aufgrund der steigenden Zinsen und der unsicheren wirtschaftlichen Zukunft halten Investoren sich derzeit stark zurück. Viele Investoren möchten die Fintechs zwingen, weniger auf Expansion zu setzen und stattdessen die Rentabilität zu erhöhen. Die Investitionen in Fintechs sind trotzdem nicht abgehängt worden. Große und kleine Runden zur Finanzierung sind auch heute noch möglich. Die Neobank Trade Republic konnte vor kurzer Zeit erst 250 Millionen Euro von Kapitalisten erhalten.

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