Do. Dez 8th, 2022

Spricht man über Kryptowährungen, wird man zwangsläufig über den Begriff Fiatgeld stolpern.

Fiatgeld bezeichnet dabei unser herkömmliches Währungssystem, bei dem Zentralbanken Münzen und Banknoten erschaffen, indem sie diese drucken, bzw. herstellen. Somit sind beispielsweise der Euro und der Dollar Fiatgeld. Der Begriff leitet sich aus dem lateinischen Wort “fiat” ab, welches ein Wirtschaftssubjekt ohne inneren Wert bezeichnet, das als Tauschmittel genutzt wird.

Handelt man mit Kryptowährungen oder beteiligt sich am Mining, kann man den gewonnenen Wert der Coins früher oder später in Fiatgeld umtauschen, um damit am herkömmlichen Warenverkehr teilnehmen und bezahlen zu können, beispielsweise bei einem Einkauf im Supermarkt.

Kryptowährungen haben seit ihrer Entstehung allerdings viele Menschen dazu gebracht, das Fiatgeld-System in Frage zu stellen – und das zu Recht. Betrachtet man beide Arten von Währungen im näheren Vergleich, fällt sofort auf, welche Vorzüge Cryptos gegenüber Fiatgeld bieten.

Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass unsere heutigen Geldscheine ursprünglich tatsächlich einen realen Gegenwert hatten, weil man bis zu den 70er Jahren mit seinem Geld zur Bank gehen und den Gegenwert in Gold verlangen konnte. So gesehen war eine Banknote einst ein Optionsschein auf Gold, dieses Prinzip wurde jedoch Anfang der 70er Jahre vom amerikanischen Präsidenten abgeschafft, so dass das Papiergeld, was wir kennen, nur etwas wert ist, weil alle daran glauben. Zudem wird es künstlich kreiert, indem Zentralbanken es einfach drucken – sie haben die Kontrolle darüber, wieviel Fiatgeld in Umlauf gebracht wird. Dementsprechend ist es stets dem Risiko der Inflation unterlegen.

Kryptowährungen hingegen kommen wesentlich fairer daher und bringen den riesengrossen Vorteil mit sich, dass sie von niemandem gesteuert und in ihrer Anzahl keineswegs beliebig, bzw. unendlich in Umlauf gebracht werden können. Sie existieren digital und dank der Blockchain-Technologie können Transaktionen und Zahlungen weder gefälscht, manipuliert noch im Nachhinein verändert werden. Ihr natürlicher Inflationsschutz besteht darin, dass die Anzahl der Coins wie beispielsweise beim Bitcoin von vornherein her begrenzt ist und nicht beliebig viele davon gemined werden können. Auch stehen keine Dritte zwischen dem Besitz des Geldes und der Person, wie ist bei Fiatgeld der Fall ist. Möchte man beispielsweise eine Überweisung in Höhe von 10’000 Euro tätigen, wird die Bank etwas dagegen haben, weil diese Summe das Tageslimit überschreitet. Es muss eine Limit-Anfrage getätigt und meistens auch der Zweck der Transaktion erklärt werden – mit Kryptowährungen hingegen lässt sich Geld senden , egal zu wem und egal in welcher Höhe. Es gibt kaum Verzögerung im Empfang und keine Zwischenstationen, die bedacht werden müssen.

Kryptowährungen bieten globale Einheitlichkeit und sofortige Verfügbarkeit. Alles, was man braucht, ist ein Internetzugang, jedoch keine Bankberater, kann Girokonto-Gebühren und keine mühsamen Diskussionen, wenn es darum geht, online Geldgeschäfte zu tätigen. Nicht zuletzt deshalb erfreuen sich Cryptos grosser Beliebtheit. Sie verleihen Menschen neue Perspektiven, insbesondere in Ländern, wo staatliche Kontrolle, Inflation und Restriktionen überhand nehmen.

Langfristig gesehen wird digitales Geld dem Fiatgeld ohnehin den Rang ablaufen, weil schon jetzt viele Privatpersonen und auch Unternehmen die einschlägigen Vorteile erkannt haben und sich dem Kryptomarkt öffnen. Staaten können höchstens insofern mitziehen, als dass sie ihre eigenen Kryptowährungen erschaffen und als einheitliche Währung auf den Markt bringen – Bitcoin, Ripple, Ethereum und Co. sind jedoch unaufhaltsam und während man beim Drucken von Geld in keinerlei Form beteiligt wird, bietet sich mit Mining von Kryptowährungen eine völlig neue Chance, digitale Währungen zu unterstützen und gleichzeitig davon zu profitieren. Solange Fiatgeld diesen Effekt nicht nachahmen kann, werden Cryptos immer die größere Faszination ausüben und in punkto Beliebtheit die Nase vorn haben.

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