Di. Dez 6th, 2022

Fractional Shares, zu Deutsch auch Teilaktien, sind gerade der Renner. Das ist auch nicht weiter verwunderlich – schließlich eröffnen sie Newcomern viele interessante Möglichkeiten. Risikomanagement und Diversifizierung der Investition lassen sich mit Teilaktien optimieren. Aber aufgepasst: Es gibt auch Nachteile.

Teilaktien einfach erklärt

Wer Teilaktien kauft, ist mit der Investition nicht an den Wert der Aktie gebunden, sondern kann so viel Geld investieren, wie zur Verfügung steht.
Um ein leicht verständliches Beispiel zu nennen: Sie gehen zum Bäcker und Kaufen ein Brot, das abgewogen wird und dann eine ungerade Summe wie 2,87 Euro kostet. Das wäre bei ganzen Aktien ebenso. Sie zahlen den gesamten Preis der Aktie, der sich je nach Kursschwankung ändert und so immer eine „zufällige“ Summe kostet. Bei Teilaktien ist es aber so, als würden Sie zum Bäcker gehen und Brot für 2 Euro verlangen. Die nette Verkäuferin schneidet das gewünschte Stück ab und Sie zahlen genau 2 Euro.

Die Metapher mit dem Brot geht sogar noch weiter. Denn halbe Brote können Sie nur bei einem Bäcker kaufen, der bereit ist, seine Brote zu teilen, bevor er sie verkauft. Und genauso ist es bei den Aktien. Teilaktien können Sie nur bei Brokern kaufen, die Bruchstück-Aktien auch verkaufen. Das ist nämlich nicht bei allen Brokern der Fall. Admiral hält jetzt für Sie eine Auswahl an über 700 verschiedenen Teilaktien bereit.

Kann man Bruchstücke von Aktien wirklich kaufen?

Die Antwort lautet: Jein. Der Handel an der Börse ist nur mit ganzen Aktien möglich. Bruchstück-Aktien können Sie also nicht direkt auf dem Markt wieder abstoßen. Sie müssen die Teilaktien in der Regel bei dem gleichen Broker wieder verkaufen, bei dem diese gekauft wurden. Insofern besitzt man mit einer Teilaktie zwar einen echten Teil einer echten Aktie, kann mit dieser jedoch nicht so frei handeln, wie das bei klassischen „vollständigen“ Aktien der Fall ist.

Die Nachteile von Teilaktien

Wer eine Teilaktie kauft und verkauft, hat gewisse Nachteile gegenüber dem klassischen Aktienhandel:

  • Nicht alle Aktien sind als Teilaktien verfügbar.
  • Teilaktien können unter Umständen weniger schnell verkauft werden. Das ist vor allem dann der Fall, wenn wenige Bewegungen dieser Aktie auf dem Markt stattfinden. Deshalb ist die Wahl des richtigen Brokers für Ihre Teilaktien besonders wichtig.
  • Sie haben, je nach Broker, meist kein Stimmrecht im Aufsichtsrat.

Für Mikro-Investoren machen diese kleinen großen Details kaum einen Unterschied. Bei großen Investitionen hingegen können Sie unter Umständen große Nachteile gegenüber dem direkten Kauf der Aktie haben. Ist Ihr Kapital jedoch limitiert, werden wahrscheinlich die Vorteile der Investition in Teilaktien überwiegen.

Die großen Vorteile von Teilaktien

Die Diversifizierung des Portfolios und das bessere Risikomanagement sind zwei große Argumente für den Kauf von Teilaktien. So können Investoren Aktienanteile von Unternehmen besitzen, die anderweitig nicht erschwinglich wären. Außerdem wird eine große Diversifizierung auch bei einem limitierten Kapital durch die Bruchstück-Aktien möglich. Das gibt auch Kleinanlegern größere Sicherheit, da das Risiko optimal gestreut werden kann.

Teilaktien bei Admirals

Die Auswahl des richtigen Brokers für Ihren Handel mit Bruchstück-Aktien sollten Sie nicht dem Zufall überlassen. Mit einem Invest.MT5 Konto können Sie jetzt bei Admirals Ihre Teilaktien kaufen. Dafür stehen gleich über 700 verschiedene Aktien für Sie bereit. Die Teilaktien können Sie in Hundertstel-Fraktionen erstehen, was eine ideale Diversifizierung beim Stock Picking ermöglicht.

Der mögliche Nachteil einer Verzögerung beim Verkauf Ihrer Teilaktien fällt bei Admirals weg. Hier werden alle Verkaufsaufträge sofort ausgeführt. Sie müssen nicht warten, bis Admirals mehrere Verkaufsaufträge für Teilaktien gesammelt hat.

Bruchstück-Aktien richtig versteuern

Was das Steuerrecht betrifft, werden auch Teilaktien wie vollständige Aktien versteuert. Mit der Abgeltungssteuer fallen also auf Gewinne aus den nach 2009 gekauften Teilaktien 25 Prozent Steuern an. Dazu kommt, je nach Bundesland, der Solidaritätszuschlag und eventuell auch die Kirchensteuer.
Der Freibetrag für Anleger in Deutschland liegt bei einem maximalen Gewinn von 801 Euro pro Jahr. Für verheiratete Paare verdoppelt sich der Betrag auf 1602 Euro pro Jahr. Ehepartner haben hier also keinen Steuervorteil.
Im Gegensatz zu CDFs können die durch Aktien und Teilaktien erlittenen Verluste nicht gegen alle Arten von Kapitalerträgen verrechnet werden. Insofern haben Teilaktien keinen steuerlichen Vorteil gegenüber klassischem Aktienhandel.

Keine Angst vor den Teilaktien

Teilaktien sind ein hervorragendes Instrument, um mit dem Trading zu beginnen und Erfahrungen zu sammeln, ohne dabei unbedingt große Beträge investieren zu müssen. Sie sind ein guter Einstieg für Newcomer auf dem Aktienmarkt. Durch die höhere Diversifizierung sinkt das Risiko und die Volatilität bleibt gering. Trotzdem haben Sie noch die Möglichkeit, Ihre einzelnen Aktien zu kontrollieren, was einen großen Unterschied zu den Fonds ausmacht. Sie haben die Kontrolle über jede einzelne Teilaktie.

In jedem Fall sollten Sie, wenn es um Geld geht, stets die Hintergründe kennen und über die Realität der Finanzprodukte informiert sein, in die Sie investieren.

Die Grundlage ist – wie immer – zuerst ausreichend zu lernen, um das Lehrgeld möglichst gering zu halten.

Oktober: Das ist einer der besonders gefährlichen Monate, um in Aktien zu investieren. Andere gefährliche Monate sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Februar. – Mark Twain

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