So. Dez 5th, 2021

Erstes Büro in der Schweiz: Bitmex plant nach Europa zu expandieren. Das sind mal News, denn Bitmex ist eine der granz grossen Bitcoin-Börsen. Erhält die Schweiz endlich eine echte Bitcoin-Börse? Mit Hauptsitz auf den Seychellen, einem Inselstaat im Indischen Ozean, ist Bitmex eine der weltweit führenden Kryptobörsen für Bitcoin-Derivate. In einer Mitteilung am letzten Sonntag gab das Unternehmen bekannt, im Januar 2022 ein Büro, entweder in Zug oder in Zürich eröffnen zu wollen.

Mit der neuen Niederlassung soll erstmalig auch der europäische Markt erschlossen werden. Sollte sich die Firma langfristig und erfolgreich in der Schweiz verfestigen, sind für die Geschäftsführung auch Bemühungen um eine Lizenz der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) nicht ausgeschlossen.

Alexander Höptner ist positv gestimmt

Die Schweiz als Standort bietet mit ihrem «beeindruckend» kryptofreundlichen System, ihren fortschrittlichen Regulierungen und vielen in der Kryptobranche tätigen Talenten ein optimales Umfeld für eine positive Entwicklung, so der Firmenchef Alexander Höptner.

Angebot soll erweitert werden

Bitmex plant zudem neue Geschäftsfelder. Neben den bereits angebotenen Bitcoin-Derivaten sollen künftig auch Coins und Token handelbar sein. Vom Standort in der Schweiz verspricht sich das Unternehmen künftig auch Spot-Handel, Brokerage und Verwahrung anbieten zu können. Auch strebt die Firma an, Ausbildungs-Dienstleistungen anzubieten. Mit der Expansion in die Schweiz erhofft sich Bitmex also ein deutlich breiteres Angebot bereitstellen zu können.

Kontroversen

Lange Zeit war das Image der Firma mit Vorwürfen der Geldwäscherei behaftet, was zeitweise die Einstufung als hochriskantes Unternehmen zur Folge hatte. Unter so schweren Vorwürfen ist es nahezu unmöglich eine Lizenz der Finma zu erwerben. Um sich diesem Problem entgegenzustellen und sein Image aufzubessern, hat Bitmex in den letzten Monaten enorm in den Ausbau der Compliance investiert.

Die Zukunft wird es zeigen

Sollten keine weiteren Komplikationen auftreten, wird schon im Frühjahr des nächsten Jahres ein neuer Player unter den Kryptobörsen die europäische Börsenlandschaft ergänzen und vielleicht sogar zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten aufsteigen.

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