DFINITY gibt heute bekannt, dass die Eigententwicklung Internet-Computer nun auch Drittentwicklern und Unternehmern offen steht:  Entwickler können darauf die nächste Generation dezentralisierter Anwendungen erstellen, die das Internet revolutionieren sollen. 

DFINITY präsentierte diese Woche unter anderem das selbstentwickelte CanCan, eine Art offene Alternative zu TikTok, die weder im Besitz eines Unternehmens noch einer Regierung ist oder von diesen betrieben wird. Nicht einmal 1’000 Zeilen Quellcode sind für CanCan notwendig – das zeigt, wie einfach und schnell Software und Funktionen auf dem Internet-Computer entwickelt werden können. Das ist ein starker Kontrast zu Plattformen wie Facebook dar, dessen Entwicklung mehr als ein Jahrzehnt gedauert hat und weit über 60 Millionen Zeilen Code enthält.

Modernste Blockchain-Technologie zur Demokratisierung des Internets

Neue wissenschaftliche Errungenschaften in Kryptographie, Computing und Programmiersprachen verändern mit dem Internet-Computer die Art und Weise, wie Software gebaut und betrieben wird, wie z.B.:

  • Motoko, eine neue Programmiersprache, die für den Internet-Computer optimiert ist und von Andreas Rossberg, dem Co-Creator von WebAssembly, entworfen wurde;
  • Die serverlose Architektur des Internet-Computers, die es dem Internet ermöglicht, Software und Dienste nativ zu hosten, wodurch die Notwendigkeit proprietärer Cloud-Dienste entfällt;
  • Der Wegfall der Notwendigkeit von Legacy-Software-Komponenten und -Diensten wie Webservern, Datenbanken und Firewalls, was die Entwicklung von Software erheblich vereinfacht.

 

 

„Eines der größten Probleme, das sich derzeit abzeichnet, ist die Monopolisierung des Internets durch Big-Tech-Unternehmen, die die fast vollständige Kontrolle über moderne Technologien konsolidiert haben. Diese Unternehmen sammeln riesige Mengen an Informationen über uns, die sie mit hohen Gewinnen verkaufen oder selbst nutzen, um Marktanteile zu steigern und Rivalen mit einer alarmierenden Geschwindigkeit zu verdrängen“

 

sagte Dominic Williams, Gründer und Chief Scientist bei DFINITY. Williams fügt hinzu:

 

„Der Internet-Computer bietet eine Möglichkeit, das Internet neu zu starten. Er schafft eine öffentliche Alternative zu proprietären Cloud-Infrastrukturen, wie wir sie derzeit kennen. Die nächste Generation von Entwicklern und Unternehmern können es Dank des Internet-Computers durch offene Internetdienste mit den Big-Techs aufnehmen. Er zielt darauf ab, das Internet zu seinen freien und offenen Wurzeln zurückzubringen, anstatt von einer Handvoll Unternehmen dominiert zu werden.“

Third-Party-Entwickler können sich ab sofort registrieren

Mit dem “Tungsten-Release” (auch Developer Network genannt) erhalten Third-Party-Entwickler Zugang zum Internet-Computer. Damit können alle Entwickler ihre eigenen Anwendungen und Projekte auf dem Internet-Computer entwickeln sowie einsetzen. Start-ups und andere Unternehmer werden nun die Möglichkeit haben, dezentrale Anwendungen, sogenannte Mega-Apps, und DeFi-Systeme (Decentralized Finance) zu schaffen, die das Monopol von Big-Techs herausfordern werden. Zu den Projekten, die derzeit auf dem Internet-Computer aufgebaut werden, gehören eine dezentralisierte Zahlungsanwendung und eine E-Commerce-Plattform für Luxusgüter. Erfolgreiche und vielversprechende Anwendungen können auch vom Beacon Fund profitieren, einem von der DFINITY Foundation und Polychain Capital verwalteten Ökosystemfonds, der auf die Unterstützung von DeFi-Anwendungen und offenen, auf dem Internet-Computer aufgebauten Internet-Diensten abzielt.

Anfang des Jahres demonstrierte DFINITY bereits LinkedUp auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, welches bis dato auf unabhängigen Rechenzentren in der Schweiz lief. Das heute vorgestellte Developer Network hingegen läuft über ein globales Netzwerk von unabhängigen Datenzentren, die über Europa und die USA verteilt sind. Dieses dezentralisierte Netzwerk stellt sicher, dass der Internet-Computer schnell und sicher sowie für Milliarden von Benutzern auf der ganzen Welt skalierbar ist. Es stellt die Grundlage einer neuen Art von Software, welche offene Internet-Dienste wie LinkedUp und CanCan bis hin zu DeFi-Anwendungen unterstützt.

„Das Tungsten-Release des Internet-Computers ist ein großer Schritt in Richtung einer vollständig dezentralisierten und öffentlichen Erweiterung des Internets. Es handelt sich um ein Upgrade des Internets, das so Software und Dienste nativ hosten kann“

sagt Dominic Williams. Er ergänzt:

„Zum ersten Mal bekommen Entwickler und Organisationen einen Vorgeschmack auf das neue Computerparadigma in Aktion. Software wird durch einfaches Hochladen direkt in das Internet erstellt, wo sie in einem globalen Netzwerk unabhängiger Datenzentren in einer manipulationssicheren Umgebung läuft. Komplexe Legacy-Komponenten wie proprietäre Cloud-Dienste, Webserver, Datenbanken, Middleware und Firewalls sind nicht mehr notwendig.“

Interessierte Entwickler, Unternehmer sowie Organisationen können sich ab dem 1. Juli 2020 über dfinity.org für den Zugang zum Internet-Computer registrieren und werden anschließend schrittweise freigeschaltet.