Aus Angst vor dem Coronavirus werden aktuell medizinische Produkte wie Atemschutzmasken usw vermehrt gekauft, weshalb diese im stationären Handel und in Apotheken bereits vielerorts ausverkauft sind. Viele Online Shops bieten nun Masken zum verkauf an, wobei hier Vorsicht geboten ist. Einige dieser Shops sind Fake. Oftmals bieten gerade Fake Shops die Bezahlmöglichkeit mit Bitcoin an. Doch die Reputation eines Online Shops sollte vor dem Kauf immer via Bewertungsseiten wie Trustpilot überprüft werden.

Auf cybercrimepolice.ch werden tagesaktuell Warnmeldungen für die Bevölkerung vor gegenwärtigen und vor allem neuen Cyberbedrohungen publiziert. Und so funktioniert der Scam mit den Atemschutzmasken:

Die Betrugsmasche
Die Betrüger machen sich die Angst der Bevölkerung und die steigende Nachfrage zu Nutze und bieten vermeintlich diverse medizinische Produkte (z.B. Atemschutzmasken, etc.) in Fake-Shops an. Die Ware wird jedoch trotz Bezahlung nie geliefert.

Beispiele:

Der Fake-Shop globalmasksuppliers.com bietet beispielsweise unterschiedliche Gesichtsmasken an. Beim Fake-Shop medicalsmilesgmbh.com kann man angeblich Schutzanzüge und Fieberthermometer bestellen und der Fake-Shop pharmacyfirstgmbh.com vertreibt angeblich Influenza-Schnelltests, Masken und diverses Equipment für den Gesundheitsbereich.

 

Auf was sollte geachtet werden?

Es wird geraten, stets Vorsicht walten zu lassen und die Online-Shops vor einer Bestellung sorgfältig zu überprüfen.

Dabei können die folgenden Schritte behilflich sein:

Schritt 1 – Recherche:

Suchen Sie im Internet nach Erfahrungen zum Online-Shop. In vielen Fällen sind bereits Warnungen ersichtlich, wenn Sie als Suche den Namen des Online-Shops (z.B. globalmasksuppliers.com) und „fake“ eingeben. Werden keine relevanten Suchergebnisse angezeigt, deutet das auf einen eher „neuen“ Shop hin, weshalb ebenfalls Vorsicht geboten ist.

Schritt 2 – Zahlungsmodalitäten und AGB überprüfen:

Durchforsten Sie die Website des Online-Shops nach Zahlungsbedingungen. Finden Sie keine Angaben darüber, deutet das ebenfalls auf einen unseriösen Shop hin. Sollten Zahlungsbedingungen aufgeführt sein, überprüfen Sie auch, ob diese tatsächlich genutzt werden können.

Im Weiteren ist zu prüfen, ob der Online-Shop über AGBs verfügt. Fehlende AGBs deuten ebenfalls auf einen unseriösen Shop hin.

Schritt 3 – Impressum überprüfen:

Durchforsten Sie die Website des Online-Shops nach einem Impressum. Ein fehlendes Impressum deutet ebenfalls auf einen unseriösen Shop hin.

Seien Sie sich jedoch bewusst, dass betrügerische Online-Shops oftmals auch Firmendaten fälschen oder fremde Daten stehlen.

Ich habe bereits Produkte bestellt. Was muss ich tun?

  • kontaktieren Sie Ihren Zahlungsdienstleister und versuchen Sie die Zahlung zu stornieren oder den bezahlten Betrag zurückzubekommen.
  • Falls Sie Kreditkartendaten angegeben haben, überprüfen Sie, ob unrechtmässige Abbuchungen getätigt wurden und lassen Sie die Kreditkarte vorsorglich sperren.
  • Begeben Sie sich persönlich zu einer Polizeistelle und erstatten Sie Anzeige.