Das Coronavirus macht auch vor den Schweizer Grossbanken nicht Halt. Die Credit Suisse und Konkurrent UBS haben unterschiedliche Massnahmen ergriffen, um Mitarbeiter und Kunden zu schützen.

Die wichtigste Massnahme von Credit Suisse hört auf den Namen „Split Operation“ und soll die wichtigsten Prozesse der Schweizer Großbank aufsplitten. Im Falle einer Ausbreitung des Coronavirus wird dann in der Theorie nur ein einzelner Bereich lahmgelegt, anstelle des gesamten Geschäftsbetriebs.

Split Operation wird etwa in der IT, in der Compliance und im Börsenandel eingesetzt. Ziel der Massnahme: Mitarbeiter auf verschiedene Büros verteilen oder sie zwischen Home-Office und Büroarbeit durchwechseln lassen. Mit diesem System orientiert man sich bei CS an den Massnahmen, die in Singapur bereits seit längerer Zeit Anwendung finden.

Konkurrent UBS verhängt als Schutzmassnahme zunächst nur „Ausgangssperren“. So müssen Angestellte, die aus gefährdeten Gebieten wie China, Norditalien oder eben Singapur an die Geschäftsstelle zurückkehren, vorerst von zu Hause aus arbeiten. Zusätzlich werden Geschäftsreisen auf ein Minimum beschränkt.

Dieses Home-Office hat UBS bislang jedoch nicht vollständig umgesetzt. Ein Grossteil der Belegschaft arbeitet bei dem Bankhaus weiterhin vor Ort im Büro. Dies entspricht den allgemeinen Massnahmen im Schweizer Geschäftsleben, wo der Arbeitsalltag zumindest aktuell noch wie gewohnt weiterläuft.

Auch bei CS gibt es in Sachen Home-Office noch Verbesserungsbedarf. Wie zu hören ist, konnten bis dato noch nicht alle Mitarbeiter mit den notwendigen Materialien fürs heimische Büro ausgestattet werden – ein Gerücht, welches ein Sprecher inzwischen jedoch dementierte.

Wie CS und UBS in ihren offiziellen Stellungnahmen mitteilten, stünden die Gesundheit und der Schutz im Vordergrund der Massnahmen.

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