Fast 2’700 Personen nahmen an den Swiss Cyber Security Days 2020 (SCSD) teil, die am 12. und 13. Februar im Forum Fribourg stattfanden. Mit einer Steigerung der Besucherzahl um 20 % gegenüber dem Vorjahr, 70 hochkarätigen Referenten und 120 Ausstellern übertraf das Ergebnis die Erwartungen der Organisatoren. Neben den hochaktuellen Themen im Bereich der IT-Sicherheit legten die SCSD besonderen Wert auf Ausbildung und Innovation. Die SCSD 2021 finden am 10. und 11. März im Forum Fribourg statt.

Mit ihrer zweiten Ausgabe haben sich die Swiss Cyber Security Days als die Referenzplattform für Cybersicherheit in der Schweiz etabliert.

«Abgesehen von den internationalen Teilnehmern spiegelt die Herkunft der Besucher – 50 % aus der Deutschschweiz, 40 % aus der Westschweiz und 10 % aus der italienischsprachigen Schweiz – den nationalen Charakter unserer Veranstaltung wider»

sagt Béat Kunz, CEO der SCSD.

«Wieder einmal ist es uns gelungen, Brücken über den Cyberröstigraben zu bauen.»

Die SCSD wollen zur kontrollierten und sicheren Entwicklung der Digitalisierung beitragen. In einer Welt, in der immer mehr Objekte miteinander verbunden sind, wird die Informatik zu einer kritischen Infrastruktur. Bei den Referaten des Forum-Programmes sprachen national und international renommierte Experten über ein breites Spektrum von Themen wie Hyperconnectivity, 5G, den Zug der Zukunft und das Internet der Dinge.

Dass Unternehmen wie IWC und Maersk, die grosse Cyber-Angriffe erlebt haben, ihre Erfahrungen an den SCSD teilen, fördert den Austausch zwischen verschiedenen Akteuren, die mit denselben Problemen konfrontiert sind. Darüber hinaus kann dieser Dialog dazu beitragen, Lösungen zum Schutz von Unternehmen und Marken zu finden. Dasselbe gilt für Blaulichtorganisationen wie die Armee, die Polizei und die Spitäler, die alle in den SCSD vertreten sind.

Ausbildung der Cyberspezialisten von morgen

Als wichtigste Neuerung der Ausgabe 2020 legten die SCSD einen besonderen Fokus auf Ausbildung und Innovation. In der Schweiz herrscht derzeit ein Mangel an rund 40’000 Cybersicherheitsexperten.

«Die Schaffung angemessener Ausbildungsgänge ist von entscheidender Bedeutung»

erklärt Doris Fiala, Präsidentin der SCSD. «Die Cyberkriminalität hat in der Schweiz bereits einen finanziellen Schaden von 5 Milliarden Franken verursacht, und das Risiko nimmt täglich zu.» Béat Kunz fügt hinzu: «Dieses Jahr haben wir einen speziellen Education- und Innovation-Pavillon angeboten. Indem wir junge Menschen und Hochschulen zusammenbringen, hoffen wir, einen Beitrag zur Ausbildung junger Schweizer Talente zu leisten.» Im Rahmen des kostenlosen Programms für Studierende nutzten 300 Personen die Gelegenheit, die verschiedenen Schweizer Universitäten und Fachhochschulen auf der Cyber Education Stage zu entdecken und im Swiss Pavillon for Cyber Innovation, der in Zusammenarbeit mit innosuisse organisiert wurde, mit innovativen Start-ups in Kontakt zu treten.

Ein Blick auf die internationale Perspektive beschloss die SCSD. Ein hochrangiges internationales Panel in Zusammenarbeit mit dem Centre for Cybersecurity (C4C) des World Economic Forum brachte Sir Rob Wainwright, Senior Partner bei Deloitte und ehemaliger Direktor von Europol, Andy Powell, CISO bei MAERSK, Alois Zwinggi, Geschäftsführer des World Economic Forum und Leiter des Centre for Cybersecurity (C4C), Monique J. Morrow, Präsidentin von The Humanized Internet und der Stiftung VETRI, sowie SCSD-Präsidentin Doris Fiala zusammen. Die Referenten erörterten die Möglichkeiten für eine globale Zusammenarbeit im Bereich der Cybersicherheit sowie die Chancen und Risiken der internationalen digitalen Konnektivität.

Die SCSD werden 2021 zum dritten Mal stattfinden, und zwar am 10. und 11. März 2021 im Forum Fribourg.