Di. Dez 6th, 2022

Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel in „Musterstadt“ in der Karibik eingeführt: Auf der Insel Roatán des Karibikstaats Honduras wurde 2020 eine Sonderzone mit Bitcoin als offizielle Währung eingerichtet. Auch die portugiesischen Atlantik-Insel Madeira scheint diesem Trend folgen zu wollen.

Der Name der Kleinstadt ist vielversprechend: Próspera auf der honduranischen Karibik-Insel Roatán wurde erst 2020 gegründet und kommt als „Musterstadt“ den Genuss eines Sonderzonenstatus. Damit einhergeht eine weitgehende Autonomie, was das Recht und die Wirtschaft betrifft, während Investor:innen aus dem Ausland von einer ansprechenden Steuerregelung profitieren. Diese Eigenständigkeit nutzt die Stadt nun auch, um einen Schritt zu gehen, der weltweit für Aufmerksamkeit sorgt: Nach dem Beispiel von El Salvador wird Bitcoin nun als offizielles Währungsmittel geführt. Die Insel ist Teil des Wirtschaftsprojekts ZEDE und soll für 50 Jahre unabhängig von dem honduranischen Gesamtstaat sein. Allerdings ist Roatán nicht die einzige Insel, auf der die Kryptowährung in Zukunft eine größere Rolle spielen wird: Die zu Portugal zählende Atlantikinsel Madeira schließt sich ebenfalls an und setzt auf neue Bitcoin-freundliche Regelungen.

Bitcoin in Próspera öffnet zahlreiche neue Türen

In Próspera entfällt keine Kapitalertragssteuer auf Bitcoin. Laut dem Präsidenten Joel Bomgar können Bewohner:innen mit der Kryptowährung von nun Steuern und Gebühren entrichten. Darüber hinaus können andere Gemeinden in Honduras bzw. Unternehmen nun Bitcoin-Anleihen in Próspera begeben. Laut Bomgar sei dies eine unglaubliche Möglichkeit, um ausländische Direktinvestitionen in den Teil der Welt zu bringen, der sie am dringendsten benötigt, erklärte Bomgar auf der Konferenz. Unterstützung erhält die dortige Einführung von Samson Mow, dem einstigen Chief Strategy Officer des Bitcoin-Unternehmens Blockstream. Dieser ist mittlerweile Spezialist in punkto Beratung bei der Einführung von Bitcoin als offizielle Währung.

Neue Gesetze auch auf Madeira

Die kleine Insel Madeira gehört zu Portugal und befindet sich mitten im Atlantik. Sie verfügt über eine weitgehende Autonomie und kann von nun an BTC-Transaktionen komplett steuerfrei stellen. In einem Statement erklärte der Präsident Miguel Albuquerque, dass er an eine Zukunft mit Bitcoin glaube. Ob die Kryptowährung dort demnächst auch noch als offizielles Zahlungsmittel eingeführt werden soll, ist bisher noch unklar. Der Unternehmenssteuersatz von 5% ist in Madeira schon jetzt einer der niedrigsten europäischen Steuersätze.

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