So. Nov 27th, 2022

Der Euro wird für Schweizer Unternehmen immer wichtiger. Wie eine Umfrage der Credit Suisse ergeben hat, nutzen über 80 Prozent der Schweizer Unternehmen für ihre Einkäufe den Euro. Teilweise ist die europäische Währung sogar wichtiger als der Franken.

Schweizer Franken im Verkauf bevorzugt

Die inländische Währung hat zumindest im Verkauf weiterhin den Vorrang. So gaben 70 Prozent der befragten Unternehmen an, in Schweizer Franken zu fakturieren. Nur für 62 Prozent kommt auch der Euro für Verkaufsgeschäfte zum Einsatz. Nur rund 70 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, ihre Vorleistungen zum Teil in Euro zu erhalten. Das ist weniger als beim Euro.
Der Euro und der Schweizer Franken zählen für Schweizer Unternehmen nach wie vor zu den mit Abstand wichtigsten Währungen. Daneben wird aber auch der US-Dollar immer wichtiger. 45 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, die US-Währung regelmässig im Einkauf zu nutzen, 46 Prozent nutzen sie auch im Verkauf.

Auch im Hinblick auf die Wechselkurse wurden die Schweizer Unternehmen befragt. Die meisten Unternehmen gehen von einer stabilen Entwicklung der Wechselkurse aus. Etwa 80 Prozent der Unternehmen gehen von einem Kurs der Gemeinschaftswährung zwischen 1,05 und 1,10 Franken aus. Dies entspricht in etwa dem aktuellen Niveau. Der Euro-Franken-Kurs soll indes Ende 2021 zwischen 0,85 und 1,20 Franken liegen. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Erwartungen erfüllen werden.

Wenig Schutz vor Fremdwährungsrisiken bei Schweizer Unternehmen

Lediglich 40 Prozent der befragten Unternehmen gaben, die Risiken im Zusammenhang mit Fremdwährungen abzusichern. Wurden Absicherungen vorgenommen, so belief sich die Quoten im Schnitt auf rund 60 Prozent. Wie die Umfrage verdeutlicht, kam es auch im Verlauf der Corona-Krise selten zu zusätzlichen Absicherungen. Nur vereinzelte Unternehmen verstärkten im Rahmen der Pandemie ihren Schutz vor Fremdwährungsrisiken.

Die Credit Suisse-Umfrage 2021 wurde bei mehr als 1000 Schweizer Unternehmen durchgeführt. Sie fand zwischen September und November statt und bezog sowohl nationale als auch internationale Unternehmen mit ein.

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