Crowdsourcing bezeichnet die Strategie, Wissen, Kreativität, Meinung oder andere Ressourcen der Community im Internet zu aktivieren. Im Kern werden Aufgaben an die Crowd ausgelagert und delegiert, um die kollektive Kraft der Community zu nutzen. Mit der Idee, dass die aggregierte Leistung von Vielen zusätzliche Mehrwerte generiert. Der „Auftrag“ an die Crowd wird über spezialisierte Internetplattformen platziert. Crowdsourcing kann, je nach Projekt und Zielen, von Unternehmen oder von Privaten genutzt werden.

Crowdsourcing kennt mehrere Formen und Ausprägungen, eines haben alle Formen gemeinsam: die Crowd und damit eine Vielzahl von Menschen steuert Wissen, Kreativität, Meinung oder Geld bei für kulturelle, soziale oder kommerzielle Projekte.

Crowdsourcing im Überblick

  • Crowdwisdom
    Wissen, Weisheit und Intelligenz der Community wird aktiviert und genutzt.
  • Crowdcreation
    Das kreative Potential der Community wird für Texte, Bilder, Ideen aktiviert und genutzt.
  • Crowdvoting
    Die Meinung der Community wird eingeholt, um Ideen und Inhalte zu bewerten oder um Entwicklungen zu prognostizieren.
  • Crowdtesting
    Die Community testet online zum Beispiel Website Tools oder neue Funktionen.
  • Crowdfunding
    Die Community beteiligt sich finanziell an Ideen, Projekten oder Unternehmen.

Für die Finanzbranche können mehrere Bereiche interessant sein. Aktuell stehen Crowdvoting und vor allem Crowdfunding im Vordergrund. Crowdvoting, um über Votes der Crowd einen Fonds zu managen. Beispiel: Voting-Plattform Crowders.ch der LUKB. Oder Crowdfunding, das Finanzinstitute konkurrenzieren kann oder von Banken selbst als Serviceleistung angeboten wird: Beispiel Crowdfunding-Plattform der BLBK.

 

Der Begriff Crowdsourcing geht auf den amerikanischen Journalisten Jeff Howe zurück, der 2006 im Wired Magazin Charakter und Auswirkungen der Schwarm-Intelligenz und Aktivierung der Internet-Community thematisiert hat.