Mit diesem Modell können die Investoren ihr Geld in Firmen und Immobilien anlegen. Als Gegenleistung erhalten sie Zinsen oder eine Unternehmensbeteiligung. Hierzu sind in der Schweiz mehrere Plattformen entstanden, darunter Investiere. Auf diese Weise konnte das waadtländische Start-up Kiwi, das in der FinTech-Branche tätig ist, CHF 1,5 Millionen sammeln, um seine App für Mikrokredite weiterzuentwickeln. Ein weiteres Beispiel ist das Jungunternehmen SoFlow aus St. Gallen, das über die Website Seedmatch EUR 850’000 bei 582 Investoren einwerben konnte, um seine kleinen Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen.

Während Crowdinvesting ursprünglich für Start-ups und KMU gedacht war, hat es sich auch im Immobiliensektor und bei Privatpersonen sehr rasch verbreitet. „In der Schweiz werden die grössten Summen investiert, denn die Plattformen konnten viele Eigentümer für sich gewinnen“, macht Vincent Pignon deutlich. Das System bietet den Zahlenden die Möglichkeit, für einen geringen Beitrag Miteigentümer zu werden. Zwischen 2016 und 2017 verzeichnete dieses Modell der Schwarmfinanzierung den markantesten Anstieg (Zunahme der investierten Summen um 245%).