8. August: Bitcoin Independence Day

Änderungen im Bitcoin-Protokoll durchzusetzen, ist schwierig. Zwar ist der Code quelloffen. Damit die Protokolländerungen aber Fuss fassen, müssen Bitcoiner erst einmal überzeugt werden, ihre Node Software zu updaten. Ab einem gewissen Punkt wird das kaum mehr möglich sein und nicht-rückwärtskompatible Softwareupdates (Hard Fork genannt) gehören der Vergangenheit an.

2017 war es dann aber doch fast so weit. Auf dem Höhepunkt der Bitcoin-Skalierungsdebatte kamen 2017 50 grosse Player der Industrie in New York City zusammen und beschlossen, Bitcoins Blockgrösse zu verdoppeln. Die Community nahm dies als Verstoss gegen den Ethos der Kryptowährung Nr. 1 wahr, nachdem die User das letzte Wort haben, wenn es um Updates geht. Und so ist es auch gekommen. Anstatt die Blockgrösse auf 4 MB zu erhöhen, lancierten Core Developer ein rückwärtskompatibles Soft-Fork-Update, das lediglich SegWit implementierte, die Blockgrösse aber unverändert liess. Diese sogenannte User Activated Soft Fork (UASF) ging in die Geschichte ein.