Der ICO, der Initial Coin Offering, stellt eines der gängigsten Finanzierungsmodelle neuer Blockchain-Projekte dar. Dabei werden zum ersten Mal Tokens einer Kryptowährung zum Verkauf angeboten. Doch nicht jeder ICO gelingt, denn es fehlt an einer starken Community.

Die meisten Kryptowährungen starten mit einem Initial Coin Offering. Der ICO kann auch als eine neue Art von Crowdfunding angesehen werden. Die neugeschaffenen Münzen werden von Investoren gekauft. Im besten Falle kriegen die Investoren die Coins billiger und die Entwickler der Blockchain bekommen ihr Projekt finanziert. Mittlerweile werden die ICOs auch immer beliebter bei Unternehmen, die gar keine Blockchains entwickeln. Denn das Crowdfunding mittels der Tokens bietet verschiedene Vorteile.

Wie jedoch das Magazin Wired festgestellt hat, scheiterten im Jahr 2017 gut 59 Prozent aller ICOs oder die Projekte dahinter stehen kurz vor dem Ende. Manchmal waren diese Projekte von vorneherein ein Schwindel und die Entwickler machten sich mit dem Geld aus dem Staub. Oftmals lag es auch an ein schlechten Präsentation oder mangelndem Rückhalt der Community.

Eine gesunde Community ist eine der wichtigsten Grundlagen für einen erfolgreichen ICO. Unter anderem weil einem die Community enorm viel Arbeit im Bereich des Marketings abnehmen kann. Sie kann das Social Media-Team nicht ersetzen, jedoch sehr wohl dessen Wirkung verstärken. Passionierte Mitglieder werden neue Beiträge auf den sozialen Medien teilen, retweeten oder einfach nur liken und somit die Reichweite der eigenen Werbemaßnahmen immens vergrößern. Außerdem übernehmen Fans auch gerne umsonst Aufgaben wie die eines Admins, man sollte sie trotzdem ab und zu entlohnen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Community ist das Feedback. Darum ist es wichtig, Interessierte schon früh in den Schaffensprozess des Projektes miteinzubeziehen und an neuesten Entwicklungen teilhaben zu lassen. Eine leidenschaftliche Community möchte, dass das Projekt erfolgreich sein wird. Deswegen wird sie auch ehrlichen und unverzichtbaren Feedback geben und gegebenenfalls den Finger tief in die Wunde legen.

Und letztlich gehört die Community zu den ersten, passionierten Käufern. Auch wenn die meisten von ihnen wahrscheinlich weniger Geld in der Tasche haben als gewinnorientierte Investoren, so kann deren schiere Masse dennoch dem ICO zum Erfolg verhelfen.

Quelle

Foto CC0 via Pixabay