Eine portugiesische Niederlassung der Santander Bank hat kürzlich sämtliche Transaktionen blockiert, die in irgendeiner Weise mit dem Bitcoin zu tun hatten und rechtfertigte dies mit der Aussage, dass Börsen, über die solche Transaktionen abgewickelt würden, Finanzprodukte miteinschliessen, die komplett unreguliert seien.

Die Bank sah sich jedoch mit einem gewaltigen Gegenwind konfrontiert, wodurch sie zurückruderte und nun ihre Ansichten vollständig geändert hat: Inzwischen hat die Bank begonnen, diese Transaktionen zu verarbeiten.

Transaktionen über die Börsen Coinbase und Bitstamp gehörten ursprünglich zu denen, die vormals blockiert wurden. Dabei handelt es sich bei diesen beiden um sehr beliebte Börsen, was zu gewaltiger Frustration bei all denen führte, die Geschäfte mit dem Bitcoin machen wollten. Die Neuigkeit, dass die Bank diese Transaktionen blockiert hätte, ging von einem der Mitarbeiter aus, was jedoch für die Santander Bank darin resultierte, dass viele Kunden zu anderen Institutionen abwanderten, die die virtuelle Währung verarbeiten können.

Der Druck durch die Nutzer sowie der Verlust an Kunden sorgte bei der Bank für ein Umdenken. Nutzer, die diese Transaktionen abwickeln wollten, sind dazu nun in der Lage und können ihr Vermögen an ihre Coinbase-Konten senden. Im Grossen und Ganzen ist dies ein Sieg für den Bitcoin und digitale Währungen im Allgemeinen und zeugt auch davon, dass virtuelle Währungen langsam aber sicher im alltäglichen Leben angenommen werden.

Eine Petition, die nach Erhalt von 1000 Unterschriften an das portugiesische Parlament übergeben werden soll, beklagt, dass die Santander Bank versuche, „Portugal im Mittelalter“ festzuhalten. Sie unterstellte des Weiteren, dass die Bank nicht im Interesse ihrer Kunden handele.

Das schnelle Umdenken könnte auch daran liegen, dass deren Verbot tatsächlich nicht von so grosser Wirkung war – immerhin konnten einige Kunden ihre Transaktionen nach wie vor abwickeln, allerdings über verschiedene Börsen.

Dieselbe Gruppe, die auch die Petition ins Leben rief, schickte ausserdem einen Antrag zur Versteuerung von Krypto-Gewinnen an den für die Verteidigung des Konsumenten zuständigen EU-Kommissar und den Finanzminister Portugals. Dieses Thema wird in den kommenden Monaten sehr wahrscheinlich noch an Bedeutsamkeit gewinnen.

Quelle

>> Santander Accepts Bitcoin Transactions