So. Okt 2nd, 2022

Wie andere Unternehmen der Finanzbranche experimentiert Mastercard seit geraumer Zeit mit der Blockchain-Technologie. Nun öffnet der Kreditkartenmulti seine Programmierschnittstelle für Vertragspartner, damit diese die Mastercard-Blockchain in ihre eigenen Anwendungen einbinden können.

Als Satoshi Nakamoto vor elf Jahren sein Whitepaper zum Bitcoin veröffentlichte, war das Echo bescheiden. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Zwar fristen Kryptowährungen immer noch ein Nischendasein. Aber die Blockchain zieht reges Interesse auf sich. Jedes Unternehmen der Finanzbranche, das etwas auf sich hält, erforscht zurzeit, wie es die Technologie für seine Zwecke nutzen kann.

Vorteil bei grenzüberschreitendem Zahlungsverkehr

Mastercard macht da keine Ausnahme. Der Kreditkartenherausgeber hat seine eigene Version der Blockchain entwickelt. Jetzt wagt er den nächsten Schritt. Am 20. Oktober 2017 hat das Unternehmen angekündigt, Händlern und Partnerbanken Zugang zum API seiner Blockchain zu gewähren, damit sie die Technologie in ihre Applikationen einbinden können.

Mastercard stellt seine Blockchain zunächst ausschließlich für Business-to-Business-Transaktionen zur Verfügung. Peer-to-Peer-Zahlungen folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Die Blockchain soll insbesondere beim grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr für höhere Transaktionsgeschwindigkeit, bessere Transparenz und sinkende Kosten sorgen.

Nicht nur für Zahlungen

Neben dem Zahlungsverkehr sieht Mastercard Potenzial für weitere Anwendungen. So könnten etwa Produktherkunftsnachweise in der Blockchain gespeichert werden. Dadurch ließen sich Luxusgüter oder Pharmazeutika mit wenig Aufwand über die ganze Lieferkette zurückverfolgen und von Fälschungen unterscheiden. Als weiteres Beispiel für Informationen, die künftig in der Blockchain gespeichert werden könnten, nennt der Zahlungsabwickler die Service-Daten von Fahrzeugen.

Zur Technik hinter seiner Blockchain, sagt Mastercard wenig. Klar ist, dass die Transaktionen nicht in einer Kryptowährung, sondern mit herkömmlichem Geld abgewickelt werden. Im Gegensatz zu Bitcoin und Ethereum, deren größtes Problem die beschränkte Skalierbarkeit ist, hat Mastercard seine Blockchain nach eigenen Angaben auf kommerzielle Verarbeitungsgeschwindigkeit und gute Erweiterbarkeit getrimmt. Das Kreditkartenunternehmen verzichtet zu diesem Zweck allerdings auf vollständige Dezentralisierung. Als weiteren Vorteil gegenüber anderen Blockchain-Implementierungen erwähnt das Unternehmen die Verknüpfung mit seinem Zahlungsnetzwerk, das weltweit rund 22.000 Finanzinstitute umfasst.

Quelle: Video Mastercard Blockchain Technology – API for Everything

2 thoughts on “Mastercard setzt auf Blockchain”
  1. Natürlich basiert Mastercard auf Echtgeld, weil zB die Menge von Bitcoin nicht skaliert werden kann .
    Also quasi weil nicht mehr Bitcoin produziert werden kann auf Knopfdruck. Eines der größten Vorteile wird zum Nachteil .

    Das System ist deflationär, da die Ausgabe an btc alle zwei Jahre halbiert wird .
    Da er teilbar ist bis auf die 8. stelle hinter dem Komma, ist btc auch für die Masse geeignet .

    Zur Geschwindigkeit der Transaktionen.
    Btc ist in der Lage die Transaktionen so zu beschleunigen, das btc bei Auslastung immernoch schneller ist als Visa !

    Mastercard Visa hat nichts mit kryptowährung zu tun !!
    Also nicht dezentral, sondern überwacht !!

    Ich lass die Finger weg!
    Instagram: Bitcoinfreund

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