Die Kommunikationsagentur newskontor hat zum vierten Mal ihre Liste der wichtigsten europäischen Krypto-Stimmen veröffentlicht. Sieben Namen kommen aus der Schweiz, von grossen Publikumsmedien über Wirtschaftsmagazine bis zu spezialisierten Finanzportalen und freien Autoren.
Krypto ist 2026 im regulierten Finanzalltag angekommen. MiCA, Angebote klassischer Banken, Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und Digital-Asset-Treasuries verschieben den Fokus von der reinen Kursfantasie hin zu Infrastruktur und institutionellem Nutzen. Damit steigt der Bedarf an verlässlicher Einordnung. Genau dafür hat newskontor die Top-Liste der relevanten europäischen Stimmen für Blockchain, Bitcoin und New Finance zusammengestellt. Sie umfasst 100 Persönlichkeiten aus 11 Ländern, darunter Journalisten, Podcaster und Influencer.
Aus der Schweiz sind sieben Medienschaffende vertreten. Das sind sieben von hundert.
Die Schweizer Top-Journalisten im Überblick
- Lynn Sachs, 20 Minuten
- Erich Gerbl, Bilanz
- Dominik Buholzer, Finews.ch
- Florian Schwab, Finews.ch
- Sandra Willmeroth, freie Journalistin
- Werner Grundlehner, freier Journalist
- Christian Mäder, bitcoinnews.ch
Die Schweizer Auswahl ist breit. Mit 20 Minuten ist ein reichweitenstarkes Publikumsmedium dabei, mit Bilanz ein etabliertes Wirtschaftsmagazin, mit Finews.ch ein auf den Finanzplatz spezialisiertes Portal. Dazu kommen zwei freie Journalisten und das Fachmedium bitcoinnews.ch.
Vom «Tal der Langeweile» bis zum Stablecoin-Alltag
Zwei der Schweizer Namen kommen in der Auswertung von newskontor ausführlich zu Wort.
Werner Grundlehner, freier Journalist und früher Redaktor bei der NZZ, formuliert die Entwicklung besonders pointiert. Damit Krypto inklusive Bitcoin als Alltagsinstrument für Anlage und Wertaufbewahrung anerkannt werde, müsse der Markt das «Tal der Langeweile» erreichen. Auch wenn die Hypervolatilität nachlasse, sei die Seriosität noch nicht erreicht.
Sandra Willmeroth, freie Journalistin und unter anderem für die NZZ tätig, bleibt skeptischer. Für Durchschnittsbürger sieht sie bislang kaum greifbaren Nutzen. Viele Menschen hätten weiterhin Berührungsängste, verstünden weder Kryptowährungen noch Blockchain oder Tokenisierung ausreichend und nähmen vor allem die schwankenden Bitcoin-Kurse wahr.
Christian Mäder von bitcoinnews.ch sieht den konkreten Nutzen dagegen bei Stablecoins. Schnelle und günstige grenzüberschreitende Zahlungen seien spürbar, dort entstehe der Alltagsnutzen jenseits der Spekulation. Damit liegt er auf einer Linie mit Astrid Dörner vom Handelsblatt, die im internationalen Zahlungsverkehr das derzeit grösste Potenzial für die Blockchain-Technologie sieht.
Warum die Liste für die Schweiz relevant ist
Die Schweiz gilt als einer der wichtigsten Krypto-Standorte Europas. Entsprechend gross ist das Interesse an fundierter Berichterstattung, die Regulierung, Tokenisierung und Marktstrukturen einordnet. Der Trend, den die Top-Liste zeigt, gilt auch hierzulande: Die Berichterstattung ist sachlicher und breiter geworden. Statt Kursrekorden stehen Regulierung, Anwendungsfälle und die konkreten Folgen für Anleger im Vordergrund.
newskontor-Geschäftsführer Marco Cabras fasst es so zusammen: Aus der anfänglichen Fokussierung auf Kurse und Hypes sei eine breitere Finanz- und Wirtschaftseinordnung geworden. Journalisten beschäftigten sich heute mehr denn je mit Regulierung, Infrastruktur, Tokenisierung und den Folgen für Anleger und Gesellschaft.
Transparenzhinweis: Der Autor dieses Beitrags, Christian Mäder, ist selbst in der Top-Liste aufgeführt.
Quelle: Pressemitteilung «Top 100: Diese europäischen Krypto-Journalisten sollten Sie kennen!», newskontor, 17. September 2026 (PDF der Top-Liste)







