Di.. Okt. 13th, 2026

Der Ort, an dem eine Konferenz stattfindet, sagt oft genauso viel aus wie die Gästeliste. Für die CfC St. Moritz war das nie deutlicher als seit ihrem Umzug ins Suvretta House – ein Grandhotel, das seit 1912 oberhalb von St. Moritz thront, bewusst abseits des Ortskerns, am Rand des Engadins. Für eine Woche im Januar wird es zum Zuhause der wohl exklusivsten Digital-Assets-Konferenz Europas. Jetzt steht fest: Die nächste Ausgabe findet vom 13. bis 15. Januar 2027 statt.

Ein Tal, das die Konferenz mitgestaltet

CfC St. Moritz 2027: Das Datum steht – vom 13. bis 15. Januar trifft sich die Branche wieder im Suvretta House
CfC St. Moritz 2027: Das Datum steht – vom 13. bis 15. Januar trifft sich die Branche wieder im Suvretta House

Wer schon einmal im Januar durch das Engadin gefahren ist, weiss, dass die Landschaft hier keine Kulisse ist, sondern Teil des Programms. Gefrorene Seen, Lärchenwälder, ein Licht, das auf 1’800 Metern gestochen scharf über den Schnee bricht – die dünne, klare Luft tut spätestens am zweiten Tag etwas mit einem, das man mit jedem Atemzug spürt. Genau diese Ruhe ist es, die die CfC St. Moritz von den üblichen Konferenzformaten unterscheidet: Bevor die erste Session beginnt, hat einen das Engadin bereits heruntergebremst. Panels und PowerPoint treten in den Hintergrund, Gespräche entstehen beim Skifahren, Curling oder Winterwandern – und werden dadurch, wie Teilnehmer der letzten Ausgabe berichteten, persönlicher, ruhiger und tiefer.

Educate. Connect. Collaborate.

Das Motto für 2027 bringt auf den Punkt, wofür die CfC seit Jahren steht: Educate. Connect. Collaborate. Drei Tage lang tauschen sich Meinungsführer, Vertreter internationaler Institutionen, Family Offices und Entscheider aus der Kryptoindustrie über Digital Assets, Blockchain und die Zukunft der traditionellen Finanzwelt aus – on- und off-stage, und seit der Einführung der sogenannten Suvretta House Rules durchgehend vertraulich: Was in St. Moritz besprochen wird, bleibt in St. Moritz.

Der Blick zurück: Was die letzten Ausgaben gezeigt haben

Wer wissen will, wohin die Reise 2027 geht, kommt an den letzten Editionen nicht vorbei. BitcoinNews.ch hat die CfC St. Moritz in den vergangenen Monaten eng begleitet:

  • CfC St. Moritz Report 2026: Die jährliche Umfrage unter 242 führenden Köpfen aus Krypto und Finance zeigte einen deutlichen Stimmungswandel. Der Pulse Sentiment Score sank von 73 % (2025) auf 68 % (2026) – weniger Hype, mehr Realismus. Die USA kletterten bei der regulatorischen Attraktivität überraschend vom letzten auf den zweiten Platz, dicht hinter den VAE. 85 % der Befragten nannten Infrastruktur-Investitionen als Top-Priorität. CEO Nicolo Stöhr brachte es auf den Punkt: „Der Fokus verschiebt sich vom Hype hin zu Infrastruktur, Liquidität und regulatorischer Glaubwürdigkeit.“
  • CfC St. Moritz 2026 – Rückblick: Statt klassischer Panels setzte die Konferenz erneut auf gemeinsame Erlebnisse – Skifahren, Curling, Winterwanderungen, Abendessen mit Fondue und Nachtskifahren. Diskutiert wurden unter anderem der US-amerikanische CLARITY Act als regulatorischer Referenzrahmen, die konkrete Umsetzung institutioneller Kapitalzuflüsse und die wachsenden Schnittstellen zwischen Blockchain, künstlicher Intelligenz und Rechenleistung.
  • Die neue Giasetta – Branchen-Insights aus der CfC-St.-Moritz-Community: Aus der Community heraus ist mit der Giasetta ein neues, interaktives Wissenszentrum entstanden, das kuratierte Insights zu Tokenisierung, Stablecoins und institutioneller Adoption bündelt – ein Beleg dafür, dass der Austausch in St. Moritz weit über die drei Konferenztage hinausreicht.

Wer 2027 wieder im Raum sitzt

Die Gästeliste der vergangenen Jahre liest sich wie ein Who’s who der Branche: Brad Garlinghouse (Ripple), Richard Teng (Binance), David Ripley (Kraken), Jenny Johnson (Franklin Templeton), Joseph Lubin (Consensys), Lily Liu (Solana Foundation), Christine Moy (Apollo) und J. Christopher Giancarlo, der frühere CFTC-Vorsitzende, gehörten zu den über 60 Speakern der letzten Ausgabe. Ob TradFi-Schwergewicht oder Krypto-Pionier: Alle sassen im selben Raum – bei maximal 250 zugelassenen Teilnehmenden.

Zahlen, die den exklusiven Charakter erklären

Die CfC St. Moritz bleibt eine Konferenz auf Einladung beziehungsweise Bewerbung. Ein Auswahlkomitee prüft jede Bewerbung einzeln; aktuell liegt die Zulassungsquote bei 12 %. Das durchschnittliche Nettovermögen der zugelassenen Investoren liegt bei über 35 Millionen US-Dollar. Wer teilnimmt, tut das nicht als Zaungast: Zugang zum Suvretta House und den weiteren Konferenzorten haben ausschliesslich bestätigte Teilnehmende mit gültigem Badge – ein bewusster Kontrast zu den meist offenen Krypto-Events der Branche.

Wie es weitergeht

Bis zum Start am 13. Januar 2027 bleibt Zeit, sich zu informieren und – für Investoren, Family Offices und institutionelle Anleger – eine Bewerbung vorzubereiten.

Eines ist schon jetzt sicher: Wenn Mitte Januar 2027 wieder Schnee auf die Terrassen des Suvretta House fällt, wird die Branche erneut ins Engadin blicken – dorthin, wo Finance und Krypto seit Jahren nicht auf der Bühne, sondern auf der Skipiste zueinanderfinden.