Es ist ein Rennen mit Milliarden am Start – und die Strecke wird länger, nicht kürzer. Die Marktkapitalisierung aller Stablecoins liegt aktuell bei 308 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 14,3 Prozent im Jahresvergleich. Zwar liegt der Markt damit gut 4,5 Prozent unter seinem Rekordhoch vom Mai 2026, doch der langfristige Trend zeigt klar nach oben: Stablecoins haben sich vom reinen Krypto-Handelswerkzeug zu echter Zahlungsinfrastruktur entwickelt.
1. Der Zweikampf an der Spitze: USDT gegen USDC
Auf der Führungsetage liefern sich Tether (USDT) und USD Coin (USDC) ein enges Duell – nur eben auf zwei verschiedenen Strecken. Nach Marktanteil liegt USDT klar vorn: rund 59 Prozent des gesamten Stablecoin-Angebots und sogar etwa 74 Prozent des Handelsvolumens an Börsen entfallen auf den Platzhirsch. Beim tatsächlichen Transaktionsvolumen hat USDC jedoch überholt: 18,3 Billionen Dollar wickelte USDC 2025 ab, gegenüber 13,3 Billionen bei USDT. Wer selbst einen Blick auf die wichtigsten Stablecoins werfen oder direkt in sie investieren möchte, findet bei Kraken eine Übersicht der gehandelten Stablecoins.
2. Die Regulierung wird zum Rennleiter
2026 ist auch das Jahr, in dem die Regulierung das Tempo vorgibt. Als die USA im Sommer 2025 den GENIUS Act verabschiedeten, reagierte der Aktienmarkt sofort: Etablierte Zahlungsdienstleister verloren nach Einschätzung des IWF rund 300 Milliarden Dollar an Börsenwert – ein deutliches Signal, dass Stablecoins als ernsthafte Konkurrenz zu klassischen Zahlungsnetzwerken wahrgenommen werden. Grenzüberschreitend tätige Zahlungsfirmen traf es mit einem Kursrückgang von rund 27 Prozent besonders hart.
3. Viel Volumen, wenig echte Zahlung
Der vielleicht wichtigste Punkt für alle, die die Zahlen richtig einordnen wollen: Von den 28 bis 62 Billionen Dollar, die 2025 in Stablecoins bewegt wurden, floss nach unabhängigen Analysen nur ein Bruchteil – schätzungsweise 350 bis 550 Milliarden Dollar – tatsächlich in reale Zahlungen für Waren und Dienstleistungen. Der Rest ist Handel, Trading-Bots und das Hin- und Herschieben von Guthaben zwischen Wallets und Börsen. Das Rennen um „echte“ Nutzung hat also gerade erst begonnen.
Klar ist: Das Stablecoin-Rennen ist längst kein Nischenthema mehr, sondern beeinflusst Kapitalmärkte, Zahlungsanbieter und Regulierungsbehörden gleichermaßen. Wer tiefer in die Zahlen einsteigen will, findet die vollständige Datenanalyse in der Stablecoin-Statistik 2026 von Reap.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlage-, Rechts- oder Finanzberatung dar.







