Di.. Sep. 15th, 2026

Bitcoin kaufen bei einer Schweizer Bank: Für Anlegerinnen und Anleger wird das zunehmend einfacher. Immer mehr Schweizer Banken und Finanzanbieter ermöglichen den direkten Kauf, Verkauf und die Verwahrung von Bitcoin – ohne dass dafür zwingend eine klassische Kryptobörse benötigt wird.

Doch die Angebote unterscheiden sich deutlich. Während einige Anbieter vor allem mit tiefen Gebühren punkten, bieten andere zusätzliche Funktionen wie Sparpläne, Staking oder Überweisungen auf ein eigenes Wallet.

Drei Anbieter stechen dabei besonders hervor: Swissquote, PostFinance und die Luzerner Kantonalbank (LUKB).

Hinweis: Gebühren, Anzahl der verfügbaren Kryptowährungen und Funktionen können sich ändern. Die folgenden Angaben basieren auf den aktuell veröffentlichten Konditionen der Anbieter und sollten vor einem Kauf nochmals direkt beim jeweiligen Anbieter geprüft werden.

Bitcoin kaufen bei Schweizer Banken: Darauf kommt es an

Wer Bitcoin über eine Bank kaufen möchte, sollte nicht nur auf die Handelsgebühr achten. Entscheidend sind auch folgende Fragen:

  • Wie viele Kryptowährungen werden angeboten?
  • Ist der Handel rund um die Uhr möglich?
  • Gibt es einen Bitcoin- oder Krypto-Sparplan?
  • Können die Coins auf ein eigenes Wallet übertragen werden?
  • Gibt es Staking?
  • Wie hoch sind Mindestbeträge und weitere Gebühren?
  • Werden die Kryptowährungen tatsächlich gehalten oder handelt es sich lediglich um ein Finanzprodukt?

Gerade der letzte Punkt ist wichtig. Wer Bitcoin direkt kauft, sollte darauf achten, ob die Bank echte Kryptowährungen verwahrt und ob Auszahlungen auf externe Wallets möglich sind.


1. Swissquote: Besonders interessant für erfahrene Krypto-Anleger

Swissquote – Kryptowährungen gehört zu den umfassendsten Schweizer Angeboten für den direkten Handel mit Kryptowährungen.

Aktuell können Kundinnen und Kunden laut Swissquote 55 Kryptowährungen handeln. Dazu kommen eine integrierte Wallet-Funktion, Staking sowie die Möglichkeit, zahlreiche Kryptowährungen auf externe Wallets zu übertragen.

Damit ist Swissquote vor allem interessant für Anleger, die mehr möchten als lediglich gelegentlich Bitcoin zu kaufen und im Bankdepot zu halten.

Gebühren bei Swissquote

Bei den aktuellen Schweizer Konditionen setzt Swissquote auf ein volumenabhängiges Maker-Taker-Modell. Für das Standard-Level liegen die Gebühren bei 1 % für Maker und Taker. Mit steigendem Handelsvolumen sinken die Gebühren schrittweise bis auf 0,08 % beziehungsweise 0,18 % in den höchsten Stufen.

Für Ein- und Auszahlungen über die Wallet gelten separate Bedingungen. Bei Bitcoin beträgt die Abhebegebühr aktuell 10 US-Dollar; Einzahlungen ab 500 US-Dollar sind laut Swissquote gebührenfrei.

Der grosse Vorteil: echtes Wallet

Ein entscheidender Pluspunkt ist die Wallet-Funktion. Bitcoin und zahlreiche weitere Kryptowährungen können auf das Swissquote-Wallet übertragen und von dort wieder abgehoben werden.

Für wen eignet sich Swissquote?

Swissquote ist besonders interessant für Anleger, die:

  • neben Bitcoin auch andere Kryptowährungen handeln möchten,
  • ihre Coins auf ein externes Wallet übertragen wollen,
  • Staking nutzen möchten,
  • ein umfassendes Banking- und Kryptoangebot aus einer Hand suchen.

Unser Fazit: Wer Wert auf Funktionsumfang und Wallet-Freiheit legt, findet bei Swissquote eines der umfangreichsten Angebote unter Schweizer Finanzanbietern.


2. PostFinance: Stark bei Einfachheit und Sparplänen

Auch PostFinance – Kryptowährungen bietet einen direkten Zugang zu Kryptowährungen.

Das Angebot richtet sich besonders an Anleger, die Bitcoin regelmässig und unkompliziert kaufen möchten. PostFinance bietet einen Kryptosparplan ab 50 US-Dollar an. Die Ausführung kann beispielsweise wöchentlich, monatlich, zweimonatlich oder vierteljährlich erfolgen.

Gebühren bei PostFinance

Die Handelsgebühr liegt aktuell bei 0,95 %. Ab einem Handelsvolumen von 250’000 US-Dollar sinkt sie auf 0,75 %, ab einer Million US-Dollar auf 0,55 %. Der Mindestbetrag für einen einzelnen Handelsauftrag beträgt 50 US-Dollar.

Zusätzlich fallen Portfoliogebühren an. Diese beginnen bei 0,15 % pro Jahr und sinken bei grösseren Kryptoportfolios.

Beim Staking verlangt PostFinance laut den aktuellen Angaben eine Gebühr von 20 % auf die Rewards, mindestens jedoch 1 US-Dollar pro Quartal.

Besonders interessant für regelmässige Käufe

Der Kryptosparplan ist einer der interessantesten Punkte des Angebots. Wer beispielsweise jeden Monat einen festen Betrag in Bitcoin investieren möchte, kann dies automatisiert erledigen.

Ein Nachteil gegenüber Swissquote: Transfers von Kryptowährungen auf externe Wallets sind aktuell nicht verfügbar.

Für wen eignet sich PostFinance?

PostFinance ist besonders interessant für Anleger, die:

  • Bitcoin langfristig und regelmässig kaufen möchten,
  • einen automatisierten Sparplan bevorzugen,
  • Wert auf eine einfache Integration ins bestehende Banking legen,
  • ihre Kryptowährungen nicht zwingend auf ein eigenes externes Wallet übertragen möchten.

Unser Fazit: Wer unkompliziert Bitcoin kaufen und regelmässig investieren möchte, findet bei PostFinance ein vergleichsweise einfaches Angebot.


3. Luzerner Kantonalbank: Schweizer Bank mit Krypto-Sparplan und Wallet-Transfers

Die Luzerner Kantonalbank – Kryptowährungen gehört ebenfalls zu den Schweizer Banken, die den direkten Handel mit Kryptowährungen anbieten.

Bitcoin kann bei der LUKB ab einem Betrag von 50 Franken beziehungsweise Gegenwert gekauft werden. Für den Kryptoanlageplan liegt der Mindestbetrag sogar bei 10 Franken.

Gestaffelte Handelsgebühren

Die LUKB arbeitet mit einer volumenabhängigen Gebührenstruktur:

Transaktionsbetrag Handelsgebühr
bis CHF 10’000 1,80 %
CHF 10’000–50’000 1,55 %
CHF 50’000–100’000 1,25 %
ab CHF 100’000 1,00 %
ab CHF 990’001 auf Anfrage

Bemerkenswert ist, dass die LUKB laut eigener Angabe keine Wechselkursgebühr beim Kryptohandel erhebt.

Bitcoin auf ein eigenes Wallet übertragen

Die LUKB bietet zudem Transfers von und zur Bank an. Allerdings gelten dabei Mindestbeträge und Gebühren. Für eine Auszahlung verlangt die Bank aktuell 80 Franken exklusive Mehrwertsteuer pro Kryptowährung und Auszahlung.

Damit ist das Angebot für Anleger interessant, die ihre Kryptowährungen nicht dauerhaft nur innerhalb des Bankdepots halten möchten.

Für wen eignet sich die LUKB?

  • Anleger, die eine klassische Schweizer Bank bevorzugen
  • Personen, die regelmässig Bitcoin kaufen möchten
  • Anleger, die Wert auf einen Kryptoanlageplan legen
  • Nutzer, die grundsätzlich auch Transfers zu einem externen Wallet benötigen

Unser Fazit: Die LUKB verbindet klassisches Schweizer Banking mit relativ umfangreichen Krypto-Funktionen. Besonders der Kryptoanlageplan und die Möglichkeit von Wallet-Transfers machen das Angebot interessant.


Die drei Anbieter im direkten Vergleich

Anbieter Bitcoin Sparplan Staking Externe Wallet Besonderheit
Swissquote je nach Angebot Sehr grosser Funktionsumfang
PostFinance ✅ ab USD 50 Einfacher Kryptosparplan
LUKB ✅ ab CHF 10 Keine Wechselkursgebühr

Die Konditionen können sich ändern. Insbesondere Gebühren und unterstützte Kryptowährungen sollten vor einer Transaktion beim jeweiligen Anbieter überprüft werden.


Welche Schweizer Bank ist die beste für Bitcoin?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Die Wahl hängt davon ab, was beim Bitcoin-Kauf wichtig ist.

Für aktive Krypto-Anleger: Swissquote

Wer neben Bitcoin weitere Kryptowährungen handeln, Staking nutzen und Coins auf ein eigenes Wallet übertragen möchte, findet bei Swissquote besonders viele Möglichkeiten. Die Plattform unterstützt aktuell 55 Kryptowährungen und verfügt über eine integrierte Wallet-Funktion.

Für Bitcoin-Sparpläne: PostFinance

Wer regelmässig einen festen Betrag investieren möchte, sollte PostFinance genauer anschauen. Der Kryptosparplan startet bereits bei 50 US-Dollar pro Einzahlung.

Für klassisches Schweizer Banking: LUKB

Die LUKB ist interessant für Anleger, die Bitcoin möglichst eng mit ihrem klassischen Bankgeschäft verbinden möchten. Dazu kommen ein Kryptoanlageplan und die Möglichkeit, Kryptowährungen grundsätzlich auch zu transferieren.


Weitere Schweizer Banken mit Bitcoin-Angebot

Neben diesen drei Anbietern gibt es inzwischen weitere Banken und Finanzdienstleister mit Kryptowährungsangeboten.

Dazu gehören unter anderem Zürcher Kantonalbank, Zuger Kantonalbank, Thurgauer Kantonalbank, Valiant, VZ VermögensZentrum und Yuh.

Die Unterschiede sind teilweise beträchtlich. Die Zürcher Kantonalbank beispielsweise bietet Bitcoin und Ethereum an und ermöglicht den Handel rund um die Uhr über eBanking und Mobile Banking.

Wer lediglich Bitcoin kaufen möchte, sollte deshalb nicht automatisch die Bank mit dem bekanntesten Namen wählen. Gebühren, Sparplan, Verwahrung und insbesondere die Möglichkeit eines Transfers auf ein eigenes Wallet können langfristig wichtiger sein.


Bitcoin bei einer Schweizer Bank oder bei einer Kryptobörse kaufen?

Der Kauf über eine Bank hat einen offensichtlichen Vorteil: Das Krypto-Investment lässt sich in die bestehende Finanzinfrastruktur integrieren. Für viele Anleger bedeutet das weniger separate Konten und eine einfachere Verwaltung.

Eine spezialisierte Kryptobörse kann dagegen bei Handelsgebühren, verfügbaren Kryptowährungen und Trading-Funktionen teilweise mehr Möglichkeiten bieten.

Wer Bitcoin langfristig halten möchte, sollte ausserdem die Frage der Verwahrung berücksichtigen. Ein Bankkonto ist bequem – bedeutet aber nicht automatisch, dass der Anleger selbst über die privaten Schlüssel verfügt.


Worauf sollte man beim Bitcoin-Kauf achten?

Vor dem Kauf sollten Anleger insbesondere diese Punkte vergleichen:

1. Handelsgebühr:
Schon Unterschiede von einigen Zehntelprozent können bei regelmässigen oder grösseren Käufen relevant werden.

2. Weitere Kosten:
Dazu können Depot-, Portfolio-, Wechselkurs- oder Transfergebühren kommen.

3. Sparplan:
Für langfristige Anleger kann ein automatisierter Bitcoin-Sparplan interessanter sein als viele manuelle Einzelkäufe.

4. Wallet-Transfers:
Wer Bitcoin selbst verwahren möchte, sollte unbedingt prüfen, ob Auszahlungen auf ein eigenes Wallet möglich sind.

5. Angebot:
Nicht jede Bank bietet neben Bitcoin auch Ethereum oder weitere Kryptowährungen an.

6. Sicherheit und Regulierung:
Eine etablierte Schweizer Bank kann für Anleger attraktiv sein, die Wert auf eine regulierte Finanzinfrastruktur und eine zentrale Verwaltung ihrer Vermögenswerte legen.


Fazit: Bitcoin kaufen bei Schweizer Banken wird immer einfacher

Bitcoin ist längst nicht mehr nur über klassische Kryptobörsen erhältlich. Auch Schweizer Banken und Finanzanbieter haben ihre Angebote in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut.

Swissquote, PostFinance und die Luzerner Kantonalbank stechen dabei aus unterschiedlichen Gründen heraus: Swissquote überzeugt mit einem besonders breiten Krypto-Ökosystem und Wallet-Funktionen, PostFinance punktet mit einem unkomplizierten Kryptosparplan und die LUKB kombiniert klassisches Banking mit Kryptoanlageplan und Transfermöglichkeiten.

Welche Lösung die beste ist, hängt letztlich vom eigenen Anlageverhalten ab. Wer nur gelegentlich Bitcoin kaufen möchte, braucht andere Funktionen als jemand, der monatlich investiert oder seine Coins später auf ein eigenes Wallet übertragen will.

Wichtig: Kryptowährungen sind mit erheblichen Risiken verbunden. Bitcoin kann starken Kursschwankungen unterliegen, und ein Totalverlust ist nicht ausgeschlossen. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar.

 

Bitcoin kaufen bei Schweizer Banken

 

 

By Christian Mäder

Publisher and Founder » Christian Mäder on LinkedIn Covering Bitcoin from Switzerland — in English and German. News, press releases, embargoes and story tips: christian@bitcoinnews.ch