Ripple macht in Asien zunehmend ernst. Nachdem das Unternehmen insbesondere im internationalen Zahlungsverkehr und im Umfeld großer Finanzinstitute in Europa und London Fuss gefasst hat, rückt nun der asiatische Bankenmarkt stärker in den Fokus. Ein aktuelles Beispiel kommt aus Südkorea. XRP steigt innert 24 Stunden mehr als 10%.
Am 18. August 2026 gab Ripple eine Partnerschaft mit der Jeonbuk Bank bekannt. Die Regionalbank wird als erste regionale Bank Südkoreas Ripple Payments für grenzüberschreitende Überweisungen einsetzen.
Überweisungen in Sekunden statt Tagen
Für Unternehmen können internationale Banküberweisungen noch immer langsam und teuer sein. Häufig sind mehrere Zwischenbanken beteiligt, während traditionelle Zahlungswege auf Infrastrukturen wie SWIFT zurückgreifen.
Ripple Payments soll hier ansetzen. Nach Angaben von Ripple können internationale Zahlungen innerhalb von Sekunden bis wenigen Minuten abgewickelt werden – rund um die Uhr.
Davon könnten unter anderem koreanische Import- und Exportfirmen, IT-Start-ups und Unternehmen aus der digitalen Wirtschaft profitieren.
Für Jeonbuk Bank ist die Zusammenarbeit deshalb mehr als nur ein neues technisches System. Die Bank möchte sich stärker als digitaler Finanzdienstleister positionieren und über die Grenzen des klassischen Regionalbankgeschäfts hinauswachsen.
Ripple baut seine Position in Korea aus
Besonders interessant ist, dass Jeonbuk Bank nicht das einzige koreanische Finanzinstitut ist, das in diesem Jahr mit Ripple zusammenarbeitet.
Ripple hat bereits Partnerschaften mit Kyobo Life Insurance und Kbank angekündigt. Kyobo Life Insurance untersucht Blockchain-basierte Abwicklungen für tokenisierte Staatsanleihen. Kbank wiederum setzt auf institutionelle Wallet-Infrastruktur von Ripple.
Damit entsteht in Südkorea ein interessantes Netzwerk aus verschiedenen Anwendungsfällen: Zahlungen, Verwahrung, Wallets und tokenisierte Vermögenswerte.
Genau diese Kombination könnte für Ripple langfristig entscheidend werden.
Und was bedeutet das für XRP?
Hier wird es für Anleger besonders spannend.
Ripple Payments, Ripple Custody und weitere Unternehmenslösungen bilden zwar die Infrastruktur. Gleichzeitig spielen XRP und der Stablecoin RLUSD eine wichtige Rolle im Ripple-Ökosystem.
Je mehr Finanzinstitute Blockchain-Infrastruktur tatsächlich produktiv einsetzen, desto größer könnte langfristig auch die Nachfrage nach digitalen Assets und Liquiditätslösungen werden.
Natürlich bedeutet eine neue Bankpartnerschaft nicht automatisch, dass XRP im Wert steigt. Der XRP-Kurs hängt weiterhin von zahlreichen Faktoren ab – darunter Marktstimmung, Regulierung, institutionelle Nachfrage, Liquidität und die allgemeine Entwicklung des Kryptomarktes.
Doch genau hier liegt die interessante Spekulation.
Könnte XRP 10 USD erreichen?
Ein XRP-Kurs von 10 US-Dollar klingt auf den ersten Blick ambitioniert. Bei einer zunehmenden institutionellen Nutzung von Blockchain-Zahlungen wäre ein solcher Kurs jedoch nicht völlig undenkbar.
Dafür müsste allerdings deutlich mehr passieren als einzelne Partnerschaften. Ripple müsste seine Infrastruktur weltweit weiter ausbauen und XRP müsste tatsächlich in großem Umfang für Liquidität und Zahlungsabwicklung eingesetzt werden.
Südkorea könnte dabei ein wichtiger Markt werden.
Das Land verfügt über einen technologisch fortgeschrittenen Finanzsektor, eine starke Digitalwirtschaft und eine hohe Krypto-Affinität. Wenn Ripple dort immer mehr Banken und Finanzunternehmen als Kunden gewinnt, könnte dies ein Modell für weitere asiatische Märkte werden.
Und genau das macht die Entwicklung interessant: Nicht nur Europa und die USA sind für Ripple wichtig – Asien könnte zum nächsten grossen Wachstumsmotor werden.
Der eigentliche XRP-Faktor könnte Asien sein
Die Partnerschaft mit Jeonbuk Bank ist deshalb vor allem ein weiteres Puzzleteil.
Wenn Ripple in Südkorea, Japan, Singapur, Hongkong und anderen wichtigen Finanzzentren Asiens ähnliche Kooperationen aufbaut, könnte daraus ein erhebliches internationales Zahlungsnetzwerk entstehen.
Für XRP wäre das ein potenziell wichtiger Katalysator.
Ob daraus tatsächlich 10 US-Dollar pro XRP werden, bleibt offen. Die Zahl ist eine Spekulation und keineswegs eine Kursprognose.
Aber eines wird zunehmend deutlich: Ripple versucht nicht mehr nur, über Blockchain zu sprechen. Das Unternehmen baut reale Infrastruktur mit realen Finanzinstituten auf.
Und wenn Asien dabei tatsächlich zum nächsten grossen Markt für Ripple wird, könnte die XRP-Geschichte noch deutlich interessanter werden.







