Di.. Okt. 13th, 2026

Die BancaStato, die Kantonalbank des Tessins, bietet ihren Kundinnen und Kunden ab sofort Kryptowährungen an. Möglich macht das eine Zusammenarbeit mit der Zürcher Kryptobank Sygnum.

Was sich ändert

Wer bei der BancaStato ein Konto hat, kann Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Litecoin (LTC) und Solana (SOL) künftig direkt im gewohnten E-Banking oder in der Banking-App kaufen, halten und verkaufen. Eine separate Krypto-App oder ein Konto bei einer Börse braucht es dafür nicht mehr. Wer will, verwaltet damit klassische Wertschriften und Kryptowährungen an einem einzigen Ort.

Wie die Technik dahinter funktioniert

Die BancaStato nutzt für ihr Kernbankensystem die Software von Avaloq. Für den neuen Kryptodienst wurde diese Infrastruktur direkt mit der Schnittstelle (API) von Sygnum verbunden. Kauf- und Verkaufsaufträge laufen so unmittelbar über Sygnum – ein zusätzliches System für die Auftragsabwicklung braucht die Bank dafür nicht. Das hält den technischen Aufwand tief.

Die Verwahrung der Kryptowerte übernimmt ebenfalls Sygnum. Die Bank selbst fasst die Coins also nicht an, sondern reicht den Auftrag an die spezialisierte Kryptobank weiter.

Laut Sygnum ist die BancaStato die erste Bank innerhalb der Avaloq-Cloud-Umgebung, die einen solchen direkten Zugang zu Kryptowährungen im E-Banking anbietet.

Warum das ein Trend ist

Immer mehr Schweizer Banken lassen sich Krypto-Dienstleistungen einfach „zukaufen“, statt sie selbst aufzubauen. Sygnum zählt inzwischen über 25 Banken und Finanzinstitute zu seinen Partnern, darunter etwa die Zuger Kantonalbank, PostFinance, VZ VermögensZentrum, Bordier & Cie und Bergos. Über diese Partnerbanken erreicht Sygnum eigenen Angaben zufolge mittlerweile mehr als ein Drittel der Schweizer Bevölkerung.

Auch andere Kantonalbanken sind in den letzten Jahren in dieses Geschäft eingestiegen, etwa die Zürcher Kantonalbank und die St. Galler Kantonalbank. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das: Der Weg zu Bitcoin über die eigene Hausbank wird in der Schweiz zunehmend zur Normalität statt zur Ausnahme.

Sygnum selbst wächst dabei stetig weiter. Ende Juni erhielt die Tochtergesellschaft Sygnum Europe von der liechtensteinischen Finanzmarktaufsicht eine Lizenz als Crypto-Asset Service Provider (CASP) unter der EU-Regulierung MiCAR – ein weiterer Baustein in der Expansion über die Schweiz hinaus.

Quellen

 

By Christian Mäder

Publisher and Founder » Christian Mäder on LinkedIn Covering Bitcoin from Switzerland — in English and German. News, press releases, embargoes and story tips: christian@bitcoinnews.ch