MoonPay hat eine neue Partnerschaft mit der Finanzplattform Infini bekannt gegeben. Im Zentrum steht die Integration von MoonPay Virtual Accounts, die auf der Infrastruktur von Iron basieren. Für Unternehmen, die zwischen klassischem Bankensystem und Stablecoins agieren, soll das einen direkten und deutlich einfacheren Zugang schaffen.
Was ist Infini?
Infini bezeichnet sich selbst als KI-gestütztes Finanz-Betriebssystem, das Stablecoin- und Fiat-Zahlungsverkehr in einer einzigen Plattform vereint. Unternehmen können darüber Einnahmen in über 50 Währungen sowie in Kryptowährungen entgegennehmen, zwischen Fiat und Krypto konvertieren, weltweit Zahlungen auslösen, Firmenkarten verwalten und globale Lohnabrechnungen durchführen. Ein integrierter „Finanz-Agent“ automatisiert zusätzlich Aufgaben wie Kontenabgleich, Spesenmanagement und Reporting.
Was ändert sich durch die Integration?
Mit den neuen Virtual Accounts erhält jeder Infini-Kunde eigene Kontodetails in USD, EUR oder GBP – ganz so, wie man es von einem klassischen Bankkonto kennt. Der entscheidende Unterschied: Eingehende Zahlungen werden automatisch in unterstützte Stablecoins umgewandelt und direkt in die Wallet des Kunden überführt.
Die Gelder fliessen dabei über bekannte Zahlungsschienen:
- ACH (USA)
- SEPA (Europa) – inklusive SEPA Instant, das Überweisungen innerhalb von Sekunden abschliessen kann
- Wire Transfer (internationale Überweisungen)
Wichtig dabei: Die Konten sind non-custodial, das heisst, die Kontrolle über die eigenen Vermögenswerte bleibt während des gesamten Prozesses beim Kunden selbst.
Warum ist das relevant?
Für Unternehmen, die mit digitalen Assets arbeiten, war der Wechsel zwischen Fiat-Währungen und Stablecoins bisher oft mit Reibungsverlusten verbunden: separate Konten, manuelle Umrechnungen, längere Wartezeiten und ein erhöhtes Risiko gescheiterter Transaktionen. Genau hier setzt die Integration an.
MoonPay übernimmt dabei die komplette Compliance- und Fiat-Orchestrierung im Hintergrund. Das bedeutet für Infini, dass die eigene Plattform skalieren kann, ohne selbst eine vollständige Zahlungsinfrastruktur aufbauen zu müssen – ein Modell, das in der Fintech-Branche zunehmend an Bedeutung gewinnt, da Spezialisierung und Zusammenarbeit oft schneller zum Ziel führen als der Versuch, alles selbst zu entwickeln.
Iron-CEO Max von Wallenberg brachte es in der Ankündigung auf den Punkt: Jeder Kunde erhalte eigene Kontodaten, die eingehende Überweisungen automatisch in abgewickelte Stablecoins umwandeln. Das reduziere manuelle Schritte, senke die Zahl gescheiterter Einzahlungen und ermögliche es, Gelder im Tempo zu bewegen, das Kunden heute erwarten.
Einordnung
Die Integration ist ein weiteres Beispiel dafür, wie stark sich die Grenzen zwischen klassischem Banking und der Stablecoin-Welt auflösen. Während Stablecoins ursprünglich primär im Kryptohandel selbst genutzt wurden, etablieren sie sich zunehmend als ernstzunehmende Alternative für grenzüberschreitende Zahlungen und Unternehmensfinanzierung – schneller, oft günstiger und ohne die klassischen Verzögerungen des internationalen Bankwesens.
Für Unternehmen in der Schweiz und Europa, die im internationalen Geschäft tätig sind, könnten solche Lösungen künftig eine echte Alternative zu traditionellen Korrespondenzbanken-Strukturen darstellen, gerade wenn schnelle, planbare Liquidität gefragt ist.
MoonPay Virtual Accounts, powered by Iron, sind ab sofort bei Infini verfügbar.
Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Partnerschaftsankündigung von MoonPay. Wie bei jeder Unternehmensmitteilung lohnt sich ein kritischer Blick auf die tatsächliche praktische Umsetzung und Nutzererfahrung, sobald erste unabhängige Berichte vorliegen.







