Mit dem Stichtag 1. Juli 2026 tritt die EU-weite Vollanwendung der MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets) in Kraft. Ab diesem Datum dürfen nur noch Börsen, die über eine CASP-Lizenz (Crypto-Asset Service Provider) verfügen, Kunden in der EU bedienen. Für Schweizer Trader, die über EU-Plattformen handeln oder einen Vergleich suchen, lohnt sich ein Blick auf Kraken – eine der dienstältesten Börsen der Branche.
Eine der ältesten Börsen der Krypto-Geschichte
Kraken wurde 2011 gegründet und gehört damit zu den am längsten durchgehend operierenden Krypto-Handelsplätzen weltweit. Die Börse hat mehrere Marktzyklen, Crashs und regulatorische Umbrüche überstanden – inklusive des Zusammenbruchs von Mt. Gox, FTX und diverser anderer Akteure, die seither vom Markt verschwunden sind.
Regulatorischer Status: MiCA und MiFID
Kraken verfügt über zwei zentrale EU-Lizenzen:
- MiCA-Lizenz (CASP): Erteilt durch die Central Bank of Ireland. Diese Lizenz erlaubt den Betrieb einer Handelsplattform für Krypto-Assets sowie Verwahrung im gesamten EWR (Passporting in alle 30 EWR-Staaten).
- MiFID-Lizenz: Für Derivate-Dienstleistungen reguliert die zypriotische CySEC (Lizenznummer 342/17) die entsprechende Kraken-Einheit.
Zusätzlich hält Kraken über britische Einheiten eine FCA-Zulassung als E-Geld-Institut sowie als Investmentfirma.
Was das für Trader bedeutet
Ab dem 1. Juli 2026 verlieren Börsen ohne MiCA-CASP-Lizenz den legalen Zugang zum EU-Markt. Wer die Lizenzierung einer Börse prüfen will, kann das öffentliche CASP-Register der ESMA konsultieren – dort sind alle autorisierten Anbieter gelistet.
Einordnung
Wichtig für Leser: Eine Lizenz ist kein Garant gegen Verlustrisiken. Krypto-Trading bleibt volatil, und Dienstleistungen wie Staking/Earn fallen oft nicht unter den vollen regulatorischen Schutz, selbst bei lizenzierten Anbietern. Wer auf eine MiCA-lizenzierte Börse wechselt, gewinnt mehr Transparenz und Aufsicht – aber keine Anlageberatung oder Kapitalschutz im klassischen Sinn.
Hinweis: Dies ist keine Anlageberatung. Krypto-Trading ist mit erheblichem Verlustrisiko verbunden. (siehe Footer)







