Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA macht in ihrem Jahresbericht 2025 deutlich, dass Cyberrisiken, Outsourcing, digitale Infrastrukturen und datenbasierte Aufsicht für den Finanzplatz Schweiz immer wichtiger werden. Besonders auffällig ist die zunehmende Konzentration kritischer IT-Infrastrukturen bei wenigen Cloud-Anbietern, die laut FINMA ein potenzielles Risiko für die Stabilität des gesamten Finanzplatzes darstellen könnte.
Für die Bitcoin- und Digital-Asset-Branche ist vor allem relevant, dass die FINMA ihre Aufsicht über Cyberresilienz, Outsourcing und operationelle Risiken massiv ausbaut. Die Behörde führte 2025 über 100 Prüfungen zum Management von Cyberrisiken bei Banken durch und stellte dabei Schwachstellen in Governance, Risikomanagement und IT-Sicherheit fest. Gleichzeitig beobachtet die FINMA eine starke Abhängigkeit vieler Institute von externen Dienstleistern und Public-Cloud-Anbietern.
Auch datenbasierte Aufsicht und digitale Finanzmodelle gewinnen an Bedeutung. Die FINMA betont, dass sie ihre vorausschauende und datengetriebene Aufsicht 2025 weiter ausgebaut hat, unter anderem mit neuen Analysewerkzeugen zur Erkennung von Marktmanipulationen. Das dürfte besonders für Anbieter von Kryptowährungen, Stablecoins und tokenisierten Finanzprodukten relevant werden.
Der Bericht zeigt zudem, dass die Schweiz trotz geopolitischer Unsicherheiten und zunehmender Risiken weiterhin einen stabilen Finanzplatz besitzt. Die FINMA will ihre direkte Aufsicht künftig weiter verstärken und mehr eigene Vor-Ort-Kontrollen durchführen.
Quellen:
- Annual reports and financial statements published to meet FINMA’s accountability obligation
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