Der neue Blogpost von SISTRIX zeigt ein Problem, das für Bitcoin-, Krypto- und Blockchain-Projekte extrem relevant wird: AI-Suchmaschinen wie ChatGPT Search oder Googles AI Mode wechseln ihre Quellen ständig aus. Wer heute in einer AI-Antwort als Referenz auftaucht, kann nächste Woche bereits verschwunden sein.
Die Studie basiert auf über 82.000 Prompts und mehr als 1,5 Millionen Datensätzen über 17 Wochen hinweg. Das Ergebnis ist deutlich: Während klassische Google-Rankings oft relativ stabil bleiben, rotieren AI-Quellen massiv. Googles AI Mode tauscht durchschnittlich 56 Prozent der Quellen pro Woche aus, ChatGPT Search sogar 74 Prozent. Das bedeutet: Sichtbarkeit in AI-Systemen funktioniert fundamental anders als traditionelle SEO.
Gerade für den Bitcoin- und Blockchain-Sektor ist das brisant. Viele Projekte setzen stark auf News, kurzfristige PR oder einzelne virale Artikel. Laut SISTRIX haben News-Seiten jedoch nur eine extrem geringe „Core-Rate“ von 1,4 Prozent. Nachrichten werden zwar kurzfristig zitiert, verschwinden aber fast sofort wieder aus den AI-Antworten. Evergreen-Inhalte, Produktseiten, Dokumentationen und Videos schneiden dagegen deutlich besser ab.
Für Bitcoin-Unternehmen bedeutet das konkret: Ein einmaliger Medienhype reicht künftig nicht mehr aus, um dauerhaft in ChatGPT oder Google AI sichtbar zu bleiben. Stattdessen gewinnen stabile Wissensquellen an Bedeutung — etwa technische Dokumentationen, Glossare, Research-Seiten, YouTube-Erklärvideos oder dauerhaft gepflegte Produktseiten.
Besonders spannend: ChatGPT bevorzugt selbst bei deutschen Suchanfragen oft englischsprachige Quellen. Für internationale Blockchain-Projekte könnte das ein Vorteil sein. Wer hochwertige englische Inhalte produziert, hat bessere Chancen, langfristig als Quelle in AI-Systemen aufzutauchen.
Die Studie zeigt außerdem, dass jede Plattform völlig andere Quellen bevorzugt. Google AI Mode, Google AI Overviews und ChatGPT Search überschneiden sich teilweise nur minimal. Für GEO („Generative Engine Optimization“) reicht deshalb keine einzelne Strategie mehr aus. Projekte müssen verstehen, welche Plattform sie eigentlich dominieren wollen.
Für die Kryptoindustrie könnte das massive Folgen haben. Wer künftig in AI-Antworten sichtbar sein will, braucht nicht nur gute SEO, sondern auch langfristig vertrauenswürdige Inhalte mit hoher Autorität. Gerade Bitcoin-Websites mit tiefen Fachartikeln, Erklärvideos und starken Marken könnten davon profitieren.
Die wichtigste Erkenntnis: Im Zeitalter von AI Search wird Sichtbarkeit immer dynamischer — und gleichzeitig wertvoller.
Warum sich Backlinks und Linkbuilding im Zeitalter von KI plötzlich wieder lohnen







