Die Ethereum Foundation (EF), die gemeinnützige Organisation im Kern der meistgenutzten Blockchain der Welt, hat innerhalb von 24 Stunden fast 93 Millionen US-Dollar in ETH gestakt. Damit vollzieht die Organisation einen historischen Kurswechsel: weg vom jahrelangen Verkauf nativer Token hin zu aktiver Netzwerkbeteiligung.
THE ETHEREUM FOUNDATION HAS NOW STAKED $100M ETH
The Ethereum Foundation just staked another $46.51M ETH for a total of $93.1M staked today.
They now hold $143.1M of staked ETH. How much ETH will the ETH Foundation stake? pic.twitter.com/uCVOkQU0tM
— Arkham (@arkham) April 3, 2026
Was genau ist passiert?
On-Chain-Daten bestätigen, dass die Foundation am 3. April rund 45.034 ETH – im Wert von circa 93 Millionen USD – in den Ethereum Beacon Deposit Contract eingezahlt hat. Laut Arkham Intelligence erfolgte dies in Chargen von jeweils 2.047 ETH, schrittweise aus dem Multisig-Wallet des EF-Treasury.
Diese Transaktion folgt einer kleineren Einzahlung von 22.500 ETH zu Wochenbeginn. Das gesamte gestakte Guthaben der Ethereum Foundation beläuft sich damit auf 69.500 ETH, umgerechnet rund 143 Millionen USD.
Kontext: Der bisherige KritikpunktÜber weite Teile der letzten zehn Jahre finanzierte sich die Ethereum Foundation durch periodische ETH-Verkäufe, häufig nahe lokaler Kurshochs. Manche Trader nutzten diese Verkäufe gar als Signal für ein lokales Top – und warfen der Organisation vor, es an langfristiger Überzeugung mangeln zu lassen. Damit ist jetzt Schluss.
Warum ist das bedeutsam?
Mit dem Wechsel zum Staking wird die Ethereum Foundation zur aktiven Netzwerkteilnehmerin im eigenen Ökosystem. Ihr ETH-Treasury von rund 430 Millionen USD wird fortan nicht mehr nur gehalten, sondern als produktive, zinsgenerierende Anlage eingesetzt.
Bei einer institutionellen Staking-Rendite von aktuell etwa 2,7 % könnten allein die gestakten Bestände jährlich rund 4 Millionen USD an wiederkehrenden Einnahmen erwirtschaften – eine solide Grundlage für Forschungsfinanzierung und Ökosystementwicklung, ohne weitere Token verkaufen zu müssen.
Hinweis: Mit Staking gehen auch operative Risiken einher. Die Foundation ist nun denselben sogenannten «Slashing»-Verlusten ausgesetzt wie alle anderen Netzwerkteilnehmer – ein Zeichen echter Skin in the Game.
Ein institutioneller Trend setzt sich durch
Die neue Strategie der EF spiegelt einen breiteren Wandel wider. Unternehmen wie BitMine haben in den letzten zwölf Monaten Millionen Token gestakt. Mittlerweile sind rund 38,5 Millionen ETH – etwa 30 % des gesamten Umlaufangebots – zur Sicherung des Netzwerks im Einsatz.
Weniger Verkaufsdruck durch die EF, mehr langfristige Überzeugung, steigende Netzwerksicherheit: Für die Ethereum-Community ist das ein starkes Signal.







