Do.. Apr. 16th, 2026

Die offizielle V1-Agenda der Bitcoin 2026 Conference ist da — und sie zeigt eindrücklich, wo die Branche gerade steht. Drei Tage, mehrere Bühnen, hunderte Speaker: Vom 27. bis 29. April treffen sich in Las Vegas die wichtigsten Köpfe der Bitcoin-Welt. Wer hingeht, muss planen. Wer nicht hingeht, sollte trotzdem wissen, was dort gesagt wird.

Warum diese Agenda anders ist

Frühere Konferenzen drehten sich oft um Preis und Spekulation. 2026 ist das anders. Auf dem Programm stehen Regulatoren neben Entwicklern, Energieunternehmen neben Open-Source-Pionieren, und US-Kongressmitglieder sitzen im Panel neben Bitcoin-Aktivisten. Das ist kein Zufall — es ist ein Abbild davon, wo Bitcoin gerade steht: mitten in der Gesellschaft.

Die grossen Highlights — Tag für Tag

Montag, 27. April

Den Auftakt macht Arthur Hayes mit einer Keynote auf der Nakamoto Stage — der Chief Investment Officer von Maelstrom ist bekannt für klare Ansagen zu Makro und Geldpolitik. Sein Thema: The Endgame — Inflation, Deflation, or Both? Pflichtprogramm für alle, die Bitcoin als makroökonomisches Asset verstehen wollen.

Ebenso bemerkenswert: Das Panel The Right to Self-Custody Shall Not Be Infringed mit US-Kongress­abgeordnetem Nick Begich und Unchained-CEO Joe Kelly — ein direktes Signal, dass Self-Custody 2026 auch eine politische Frage ist.

Und für alle, die Blockchain aus einer anderen Ecke betrachten: Fixing The Healthcare System With Bitcoin zeigt, wie weit das Denken rund um Bitcoin als Werkzeug inzwischen reicht.

Dienstag, 28. April

Der stärkste Tag. Michael Saylor hält seine Keynote auf der Nakamoto Stage — als Founder und Executive Chairman von Strategy, dem grössten institutionellen Bitcoin-Holder weltweit, dürfte seine Aussage zur Bitcoin-Treasury-Strategie die Märkte bewegen.

Gleich danach: Jack Mallers, CEO von Strike und Twenty One, mit einem eigenen Keynote-Slot. Mallers hat in den letzten Jahren mit Lightning-Zahlungen und dem Twenty One-Projekt für Aufsehen gesorgt.

Interessant auch: Der tschechische Notenbankgouverneur Aleš Michl spricht über Diversifying Central Bank Reserves with Bitcoin — ein Novum auf einer Bitcoin-Konferenz dieser Grösse.

Für technisch Interessierte lohnt sich das Panel Understanding the Quantum Attack Vectors mit Forschern von Chaincode Labs — die Quantencomputer-Debatte rund um Bitcoin wird konkreter.

Mittwoch, 29. April

Jeff Booth eröffnet den letzten Tag mit Finding Signal in a Noisy World — sein Buch „The Price of Tomorrow“ hat viele zum Bitcoin gebracht, und seine Einschätzung zur deflationären Technologiewelt bleibt hochaktuell.

Dazu das Panel How Real is the Quantum Threat? mit Galaxy-Research-Chef Alex Thorn — direkt im Anschluss an die technischen Talks vom Vortag eine gute Einordnung für Nicht-Entwickler.

Und für alle, die Bitcoin als Infrastruktur der Zukunft verstehen: The Bitcoin Stack Revisited mit David Marcus von Lightspark verspricht einen klaren Blick auf das, was gerade auf und über Bitcoin gebaut wird.

Was die Agenda über den Zustand von Bitcoin sagt

Drei Themen ziehen sich durch alle drei Tage wie ein roter Faden: Politik (Self-Custody, Regulierung, US-Kongress), Energie (Mining, HPC, KI-Compute) und Technologie (Quantum, Lightning, Open Source). Das ist kein Zufall — diese drei Felder entscheiden in den nächsten Jahren darüber, wie Bitcoin sich als globale Infrastruktur durchsetzt.

Die Schweiz ist zwar nicht mit einem eigenen Panel vertreten, aber Sygnum und weitere Schweizer Institutionen dürften in den Enterprise-Tracks präsent sein. Für Schweizer Anleger und Unternehmer lohnt sich ein Blick auf die Enterprise Stage — dort geht es um Bitcoin-Bilanzen, institutionelle Produkte und regulatorische Fragen, die auch hierzulande relevant sind.

Die Konferenz in Kürze

Datum: 27.–29. April 2026 | Ort: Las Vegas | Tickets und Programm: bitcoin.com/conference

By Christian Mäder

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