| Ryan Lee, Chefanalyst bei Bitget, schreib an Kunden von Bitget: |
«Ein Rückgang des Bitcoin-Kurses auf 10’000 US-Dollar in naher Zukunft halte ich für äusserst unwahrscheinlich – selbst vor dem Hintergrund makroökonomischer Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen. Zwar haben einige Analysten dieses Szenario zuletzt erneut ins Spiel gebracht. Viele Marktteilnehmer sind jedoch der Ansicht, dass ein derartiger Einbruch nur durch einen massiven systemischen Schock ausgelöst werden könnte – etwa eine globale Liquiditätskrise, einen nuklearen Konflikt oder einen Zusammenbruch der Internetinfrastruktur. Normale Marktzyklen reichen dafür kaum aus.
Tatsächlich deutet die aktuelle Marktstruktur eher in die entgegengesetzte Richtung. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen weiterhin stabile Mittelzuflüsse – selbst in Phasen geopolitischer Eskalation. Das unterstreicht, dass institutionelle Investoren Bitcoin zunehmend als rund um die Uhr handelbaren geopolitischen Absicherungswert wahrnehmen und nicht mehr ausschliesslich als spekulatives Risiko-Asset.
Parallel dazu steigen die Produktionskosten im Netzwerk deutlich. Angesichts höherer Energiepreise werden die durchschnittlichen Mining-Kosten inzwischen auf rund 70’000 US-Dollar pro Bitcoin geschätzt. Dadurch sinkt der Anreiz für Miner erheblich, ihre Bestände bei deutlich niedrigeren Kursniveaus zu verkaufen.
Gleichzeitig gewinnt Bitcoin auch technologisch an Bedeutung. Blockchain-Netzwerke entwickeln sich zunehmend zu einer grenzüberschreitenden Infrastruktur für KI-gestützte Zahlungen, Abwicklungen und tokenisierte Rechenleistung. Damit könnten Krypto-Assets eine zentrale Rolle als Tauschmedium in der entstehenden KI-Ökonomie einnehmen.
Ein Kurssturz auf 10’000 US-Dollar würde daher vermutlich keine gewöhnliche Marktbewegung widerspiegeln, sondern eine beispiellose Störung des gesamten Krypto-Ökosystems voraussetzen. Nach mehreren Deleveraging-Zyklen in den vergangenen Jahren ist die Marktstruktur heute deutlich robuster. Extrem pessimistische Szenarien können zwar als Stresstest für das Risikomanagement dienen. Für Investoren sollten jedoch vor allem die verbesserten Fundamentaldaten und die langfristig deutlich wahrscheinlicheren Aufwärtsperspektiven von Bitcoin im Fokus stehen.»







