Do.. Apr. 16th, 2026

Eine ungewöhnliche Idee sorgt derzeit in der Krypto-Szene für Aufmerksamkeit: Das US-Startup Lumen Orbit plant Rechenzentren im Weltall. Ziel ist es, Computerleistung im Erdorbit zu betreiben – und dort möglicherweise auch Bitcoin zu minen.

Der CEO des Unternehmens, Philip Johnston, möchte dafür Satelliten mit spezieller Hardware ins All schicken. Diese sollen im Orbit mit Solarenergie betrieben werden. Laut dem Unternehmen ist die Energieausbeute im Weltall deutlich höher als auf der Erde, weil die Solarpanels dort praktisch permanent Sonnenlicht erhalten.

Ein erster Testsatellit namens Starcloud-1 wurde bereits gestartet. Er dient zunächst für Anwendungen rund um künstliche Intelligenz. In Zukunft könnten dort aber auch spezielle Mining-Computer eingesetzt werden, sogenannte ASIC-Miner. Damit könnten neue Bitcoin direkt im All berechnet werden.

Die Idee klingt futuristisch, hat aber einen klaren Hintergrund: Auf der Erde wird Strom für Rechenzentren immer teurer. Im Orbit hingegen wäre Solarenergie fast unbegrenzt verfügbar. Dadurch könnte Mining effizienter und möglicherweise günstiger werden.

Parallel dazu wird das Angebot an Bitcoin immer knapper. Im Netzwerk sind bereits rund 20 Millionen Coins geschürft worden. Insgesamt wird es maximal 21 Millionen Bitcoin geben. Der letzte Coin soll ungefähr im Jahr 2140 entstehen. Diese feste Grenze gilt als einer der wichtigsten Gründe für den langfristigen Wert von Bitcoin.

Auch der Markt selbst bleibt in Bewegung. Der Bitcoin-Preis reagiert weiterhin stark auf geopolitische Nachrichten. Aussagen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump über eine mögliche Entspannung im Konflikt mit dem Iran sorgten zuletzt für eine kurze Rally an den Finanzmärkten.

Ob Bitcoin-Mining im Weltall tatsächlich Realität wird, bleibt offen. Doch Projekte wie das von Lumen Orbit zeigen, wie stark Innovation und Wettbewerb im Mining-Sektor geworden sind. Sollte die Technologie funktionieren, könnte die nächste Generation von Bitcoin-Minern tatsächlich nicht mehr auf der Erde stehen – sondern im Orbit.

By Christian Mäder

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