Die Süddeutsche Zeitung berichtet von einem Sonderprüfungsbericht der deutschen Finanzaufsicht BaFin über die deutsche Tochter von Bitpanda – die Ergebnisse sind alarmierend. Sie treffen nicht nur Bitpanda, sondern könnten das Vertrauen in die gesamte europäische Kryptoindustrie beschädigen.
Die wichtigsten Punkte:
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Schwere Mängel: Die BaFin stellte ernste Defizite im Risikomanagement, der IT-Sicherheit und den Kontrollen von ausgelagerten Prozessen fest.
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ChatGPT-Vorwurf: Besonders brisant: Interne Prüfer kritisierten angeblich Compliance-Dokumente, die eher wie von ChatGPT generiert wirkten – sie hätten Substanz vermissen lassen und die tatsächlichen Abläufe nicht widerspiegelt.
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Fehlende Expertise: Berichte intern zeigten, dass Compliance- und Risikoteams nicht ausreichend qualifiziert waren, um das Unternehmen fachgerecht zu beraten.
Warum das die Branche trifft: Bitpanda mit Sitz in Wien hat seinen Ruf als sichere, regulierte Alternative zu den „Cowboy“-Exchanges wie FTX aufgebaut. Wenn ausgerechnet solche Anbieter Mängel aufweisen, erschüttert das das Vertrauen in die gerade entstehenden regulatorischen Standards in Europa.
Wien als Krypto-Hub Europas:
Wien wird zunehmend zum europäischen Zentrum für Krypto. Bybit, die weltweit zweitgrößte Exchange, hat hier ihr EU-Hauptquartier. Auch KuCoin ist in Wien vertreten, und Bitget kündigte erst gestern an, Wien als EU-Standort zu wählen.
Die gute Nachricht: Bitpanda gibt an, die meisten Mängel bis März 2025 behoben zu haben. Dennoch zeigt sich: Lizenzen, auch wenn Bitpanda weltweit viele besitzt – EU, UK, Schweiz und andere – sind nur Papier, wenn die interne Kultur nicht den Versprechen entspricht.
Quellen:
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Süddeutsche Zeitung: Paywall-Link
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Analyse von Philipp Frohn, WirtschaftsWoche: Link
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