Mi.. Feb. 18th, 2026

Die Europäische Kommission hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ein ambitioniertes Vorhaben angekündigt: die Schaffung einer neuen, einheitlichen europäischen Unternehmensstruktur namens EU Inc.. Präsidentin Ursula von der Leyen erklärte, dass diese Initiative Europa zum einfachsten Ort der Welt machen könnte, um ein Technologieunternehmen zu gründen, zu finanzieren und zu skalieren – eine Nachricht, die auch Blockchain- und Krypto-Startups betrifft.

EU Inc ist als optionales, EU-weites Unternehmensmodell gedacht – das sogenannte „28. Regime“ –, das neben den bestehenden nationalen Rechtsformen existieren wird. Es bietet unter anderem:

  • Einheitliche Rechtsstruktur nach EU-Recht, die grenzüberschreitende Gründungen und Geschäftstätigkeiten erleichtert.

  • Zentrales EU-Register, mit voll digitaler, englischsprachiger Anmeldung innerhalb von 48 Stunden.

  • Standardisierte Investitionsdokumente, um pan-europäische Finanzierungen zu vereinfachen.

  • Europaweit einheitliche Aktienoptionen, die es ermöglichen, Mitarbeiter grenzüberschreitend zu beteiligen.

Von der Leyen betonte:

„Unternehmer sollen ihr Unternehmen in jedem Mitgliedsstaat innerhalb von 48 Stunden vollständig online registrieren können. Ein einheitlicher Kapitalrahmen soll gelten, damit Unternehmen mühelos in ganz Europa Geschäfte machen und Finanzierungen aufnehmen können – ähnlich wie in Märkten wie den USA oder China.“

Für Gründer und Investoren bedeutet das potenziell eine Revolution: Bisher ist die Expansion in andere EU-Länder oft ein bürokratisches Labyrinth, das Monate dauert. Ein digitales, europaweites Unternehmensmodell könnte diesen Prozess drastisch vereinfachen und Startups aus dem Technologiesektor, einschließlich Blockchain-Unternehmen, auf Augenhöhe mit internationalen Wettbewerbern bringen.

Tom Henriksson, General Partner bei VC OpenOcean, zeigt sich optimistisch, mahnt aber zur Vorsicht:

„Wenn die Regeln richtig umgesetzt werden, kann dies ein Game-Changer für europäische Startups sein. Doch Mitgliedstaaten sind nicht verpflichtet, das Regime zu übernehmen. Ob es tatsächlich flächendeckend genutzt wird, bleibt abzuwarten.“

EU Inc könnte für Blockchain-Startups besonders interessant sein, da grenzüberschreitende Finanzierungen, Token-Emissionsstrukturen oder dezentrale Geschäftsmodelle durch einheitliche EU-Regeln deutlich leichter realisiert werden könnten. Die Initiative eröffnet damit neue Chancen für innovative Unternehmen in ganz Europa – von klassischen Tech-Startups bis zu Krypto- und Blockchain-Projekten.

 

 

By Christian Mäder

Publisher and Founder >> Christian Mäder auf LinkedIn

One thought on “EU Inc.: Die EU startet das lang erwartete „28. Regime“ für Startups”
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