Do.. Jan. 15th, 2026

Visa hat am 16. Dezember 2025 einen entscheidenden Schritt in Richtung Blockchain-basierter Finanzinfrastruktur gemacht: Der Zahlungsriese ermöglicht erstmals US-amerikanischen Banken und Acquirern, ihre Visa-Abrechnungen direkt in USDC abzuwickeln. Damit wird die Stablecoin-Integration aus der Pilotphase heraus in den Kern des US-Settlement-Systems gehoben – ein Meilenstein für den institutionellen Einsatz von Stablecoins.

Konkret können ausgewählte US-Partner ihre Verpflichtungen gegenüber Visa nun in der vollständig gedeckten, dollarbasierten Stablecoin USDC von Circle begleichen. Die Abwicklung erfolgt über öffentliche Blockchains, zunächst über Solana, ohne dass sich für Endkundinnen und Endkunden beim Karteneinsatz etwas ändert. Für Banken und Fintechs bedeutet dies jedoch schnellere Geldbewegungen, eine durchgängige Verfügbarkeit an sieben Tagen pro Woche sowie mehr operative Stabilität auch an Wochenenden und Feiertagen.

Zu den ersten teilnehmenden Instituten gehören die Cross River Bank und die Lead Bank, die bereits aktiv USDC-Settlement mit Visa nutzen. Weitere US-Partner sollen schrittweise bis 2026 folgen. Parallel dazu vertieft Visa die Zusammenarbeit mit Circle auch auf technologischer Ebene: Das Unternehmen ist Design-Partner der neuen Layer-1-Blockchain Arc, die speziell für hochvolumige, institutionelle Onchain-Anwendungen entwickelt wird. Visa plant, Arc künftig selbst für USDC-Settlement zu nutzen und einen eigenen Validator-Node zu betreiben.

Die Zahlen unterstreichen die strategische Bedeutung dieses Schritts. Das monatliche Stablecoin-Settlement-Volumen von Visa hat Ende November eine annualisierte Rate von über 3,5 Milliarden US-Dollar erreicht. Seit den ersten Experimenten mit USDC im Jahr 2021 und den globalen Pilotprogrammen ab 2023 hat sich Stablecoin-Settlement von einem Nischenprojekt zu einer ernsthaften Alternative im internationalen Zahlungsverkehr entwickelt.

Aus Sicht von Visa reagieren Banken zunehmend nicht mehr nur neugierig, sondern konkret vorbereitend auf Stablecoins. Der Fokus liegt auf effizientem Treasury-Management, automatisierten Abwicklungsprozessen und der nahtlosen Verbindung zwischen klassischen Zahlungsschienen und Blockchain-Infrastruktur. Genau hier positioniert sich Visa als Brückenbauer zwischen traditionellem Finanzsystem und programmierbarem Geld.

Für den Finanzplatz insgesamt markiert dieser Schritt einen Paradigmenwechsel: Stablecoins werden nicht länger nur für Krypto-Transaktionen oder grenzüberschreitende Spezialfälle genutzt, sondern rücken in den Kern institutioneller Zahlungsabwicklung vor. Visa zeigt damit, dass Blockchain-basierte Abrechnung nicht im Widerspruch zu Regulierung, Sicherheit und Skalierbarkeit stehen muss – sondern diese im besten Fall sogar ergänzt.

One thought on “Visa bringt USDC-Settlement in die USA – ein Wendepunkt für Stablecoins im Zahlungsverkehr”
  1. This shift toward USDC settlement really resonates with me; it feels like a game-changing moment, similar to how basketball stars redefine the dynamics of their teams. Viewing crypto through this lens truly opens up new possibilities for payments. Excited to see where this leads!

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