Fr.. Jan. 16th, 2026

Prag ist eine wunderschöne Stadt, doch eine Abzock-Falle lauert an fast jeder Ecke und kostet Touristen (und leider auch Einheimische) astronomische Summen: die Euronet-Geldautomaten. Das Team von HONEST GUIDE hat in einem schockierenden Video enthüllt, wie diese Automaten Gebühren in Höhe von bis zu 175 Euro für eine einzige Abhebung verlangen – oft, ohne die tatsächlichen Kosten transparent anzuzeigen.

Der schockierende Fall: 1.000 Euro abgehoben, 1.175 Euro bezahlt

Die Betreiber von HONEST GUIDE wurden Zeugen eines Vorfalls, der die Dimension dieser Abzocke deutlich macht. Eine Frau wollte 1.000 Euro von einem Euronet-Automaten abheben, obwohl sie sich in der Tschechischen Republik befand und ein Euro-Konto besaß – sie tauschte also keine Währung.

Das Ergebnis war erschreckend: Für die Abhebung von 1.000 Euro wurden ihr insgesamt 1.175 Euro belastet. Das bedeutet eine versteckte Gebühr von satten 175 Euro.

Die Falle: Verwirrung und fehlende Transparenz

Der Clou an der Sache ist die bewusste Irreführung auf dem Bildschirm:

  • Versteckte Kosten: Der Automat zeigte der Kundin lediglich eine Servicegebühr von 3,95 € an, was einen Gesamtbetrag von 1.003,95 € suggerierte.Die tatsächliche Belastung von 1.175 € war mit keinem einzigen Pixel auf dem Bildschirm ersichtlich [09:22].

  • Kein Ablehnen-Knopf: Im Gegensatz zu vielen anderen Geldautomaten gab es bei dieser Transaktion keinen Knopf, um die überhöhten Gebühren abzulehnen. Die Kundin konnte nur „Akzeptieren“ drücken und tappte so unwissentlich in die Falle,

  • Euro-Abhebung in Tschechien: Die Euronet-Automaten werben aktiv damit, dass man nicht nur tschechische Kronen (CZK), sondern auch Euro (EUR) abheben könne.Die Betreiber bewerben dies sogar als bequeme Alternative zu Wechselstuben, verschweigen dabei aber die horrenden Kosten.

Obwohl EUR zu EUR Transaktion wird der Betrag via Kronen gehandelt. Zudem fehlt ein Transaktion-Abbrechen Knopf.
Obwohl EUR zu EUR Transaktion wird der Betrag via Kronen gehandelt. Zudem fehlt ein Transaktion-Abbrechen Knopf.

 

Der Banken-Vergleich

Zum Vergleich besuchten die Betreiber des Kanals die Bank der betroffenen Frau. Dort wurde ihnen bestätigt, dass diese Euronet-Automaten für ihre „zwielichtigen Geschäfte“ bekannt sind,Hätte die Frau die 1.000 Euro direkt am Bankschalter abgehoben, hätte die Gebühr nur bei etwa 150 Tschechischen Kronen gelegen – umgerechnet nur ca. 5 bis 7 Euro.Das sind 168 Euro weniger als die Abzocke am Euronet-Automaten|

Fazit und dringender Rat

Die Macher von HONEST GUIDE appellieren an die Tschechische Nationalbank und alle Banken des Landes, dieser Praxis von Euronet Einhalt zu gebieten.

Dringender Rat für Prag-Reisende:

  • Vermeiden Sie Euronet-Automaten: Sie sind blau und oft an hochfrequentierten Touristengebieten zu finden.

  • Nutzen Sie Automaten von traditionellen Banken: Halten Sie Ausschau nach Automaten von bekannten tschechischen Banken (z. B. ČSOB, Komerční banka, Česká spořitelna).

  • Wählen Sie die lokale Währung (CZK): Wenn möglich, wählen Sie bei der Abhebung immer die lokale Währung (Tschechische Kronen) und lassen Sie die Währungsumrechnung von Ihrer Heimatbank vornehmen, nicht vom Automaten.

Seien Sie vorsichtig – besonders in Prag ist es wichtig, auf die Wahl des Geldautomaten zu achten, um nicht in diese teure Touristenfalle zu geraten.

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Fotos (c) HonestGuide

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