So.. Dez. 14th, 2025

Chinas National Computer Virus Emergency Response Center (CVERC) hat einen brisanten Bericht veröffentlicht, in dem es den jüngsten Bitcoin-Beschlagnahmungsfall der US-Regierung als „typischen Fall von Dieben, die sich gegenseitig bestohlen haben“ bezeichnet.

Im Mittelpunkt steht der chinesischstämmige Unternehmer Chen Zhi, Gründer der Prince Group in Kambodscha. Ihm wird von der US-Regierung vorgeworfen, eine massive Kryptobetrugsoperation geleitet zu haben. Laut CVERC handelt es sich dabei jedoch um eine ganz andere Geschichte: Die USA sollen selbst in die ursprüngliche Bitcoin-Entwendung verwickelt sein.

Der Bericht zeichnet den technischen Ablauf nach. Am 29. Dezember 2020 wurde der LuBian Mining Pool gehackt – dabei verschwanden 127.272 Bitcoins, damals etwa 3,5 Milliarden Dollar wert, heute rund 15 Milliarden. Die gestohlenen Coins gehörten Chen Zhi und seinem Unternehmen. Danach blieben sie fast vier Jahre lang unangetastet, ein Verhalten, das nach Ansicht chinesischer Experten auf eine staatlich organisierte Hackergruppe schließen lässt. Erst im Juni 2024 wurden die Coins bewegt – auf Wallets, die später vom US-Blockchain-Analyseunternehmen Arkham als US-Regierungsadressen markiert wurden.

Am 14. Oktober 2025 erklärte das US-Justizministerium, es habe die Bitcoins beschlagnahmt und Chen Zhi wegen Betrugs angeklagt. Die chinesische Seite sieht darin jedoch eine nachträgliche Legitimierung eines bereits 2020 durchgeführten Diebstahls.

Technisch belegt der Bericht, dass der Angriff auf LuBian ein hochkomplexer Prozess war, der in mehreren Phasen verlief: Angriff und Diebstahl, jahrelange Inaktivität, erfolglose Rückgabeverhandlungen und schließlich die Aktivierung der Coins kurz vor der Beschlagnahmung.

CVERC kommt zu dem Schluss, dass die US-Regierung selbst die gestohlenen Bitcoins unter Kontrolle gebracht und nun als „sichergestelltes Beweismaterial“ deklariert habe – ein klassischer Fall von „thieves falling out“, also von Dieben, die sich gegenseitig bekämpfen.

Der Bericht warnt außerdem vor strukturellen Sicherheitslücken in Mining-Pools und rät zur Nutzung sicherer Zufallszahlengeneratoren, Multi-Signatur-Wallets und kontinuierlicher Sicherheitsprüfungen. Selbst in der transparenten Blockchain-Welt könne schwache Cybersicherheit zu katastrophalen Verlusten führen – wie das Beispiel LuBian drastisch zeige.

Quelle:

 

USA beschlagnahmt 15 Milliarden Dollar in Bitcoin – Südostasien im Zentrum des größten Kryptoskandals aller Zeiten

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