Das Schweizer Deep-Tech-Startup Delvitech hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde 40 Millionen US-Dollar eingesammelt. Angeführt wurde die Runde von EGS Beteiligungen (EGSB), der Investmentgesellschaft der Ernst Göhner Stiftung, gemeinsam mit CREADD Ventures und mehreren europäischen Privatinvestoren. Mit diesem frischen Kapital will Delvitech seine internationale Expansion vorantreiben – besonders in Indien, wo bis 2026 eine neue Produktionsstätte entstehen soll. Das Ziel: bis 2030 eine Kapazität von über 200 Maschinen pro Monat zu erreichen und damit eine führende Rolle im globalen Elektronik-Ökosystem einzunehmen.
KI statt Handarbeit: Revolution der Qualitätskontrolle
Gegründet im Jahr 2018 von Roberto Gatti, hat sich Delvitech auf KI-native Automated Optical Inspection (AOI) spezialisiert – also automatisierte optische Inspektionssysteme, die mithilfe selbstlernender neuronaler Netze Fehler in elektronischen Bauteilen erkennen. Während klassische Inspektionssysteme noch manuell programmiert werden müssen, lernt Delvitech autonom aus Produktionsdaten, wodurch Ausfallzeiten sinken, die Präzision steigt und Betriebskosten reduziert werden.
Die patentierte HORUS-Technologie des Unternehmens setzt dabei neue Maßstäbe. Der HORUS XP erfasst Bilder in nur 60 Millisekunden, während der HORUS HD mit einer Auflösung von 3 Mikrometern selbst feinste Strukturen in Mikroelektronik sichtbar macht – ein Meilenstein in der industriellen Qualitätsprüfung. Zu den Kunden zählen bereits Unternehmen aus der Automobil-, Telekommunikations-, Verteidigungs- und IoT-Industrie.
Schweizer Präzision trifft künstliche Intelligenz
Mit Hauptsitz in der Schweiz und Niederlassungen in Indien, den USA, Deutschland und Italien plant Delvitech bis Ende 2025 ein Umsatzwachstum von 400 Prozent. Die Auszeichnung mit dem SEF.Growth High-Potential Label des Schweizerischen Wirtschaftforums (SEF) unterstreicht die Innovationskraft und Stabilität des Unternehmens.
Delvitech arbeitet eng mit führenden Forschungsinstituten wie IDSIA, SUPSI und HEIG-VD zusammen. Diese Kooperationen bilden das wissenschaftliche Rückgrat für die Entwicklung intelligenter, selbstlernender Inspektionssysteme.
Ein besonderer Höhepunkt steht im November 2025 auf der Productronica in München bevor: Delvitech präsentiert dort seine nächste Generation selbsttrainierender und prädiktiver AOI-Systeme. Diese neue Software soll nicht nur Fehler erkennen, sondern sie vorausschauend verhindern – ein Paradigmenwechsel in der Qualitätskontrolle.
„Delvitech steht für Schweizer Ingenieurskunst, gepaart mit KI-Intelligenz“
sagt Gründer Roberto Gatti.
„Unsere Technologie macht Qualitätsprüfung nicht nur präziser, sondern vorausschauend und nachhaltig.“
Auch die Investoren zeigen sich überzeugt:
„Unser Engagement für Delvitech basiert auf dem klaren Glauben an seine Innovationsführerschaft und das internationale Wachstumspotenzial“
erklärt Christian Pfab von EGS Beteiligungen. Paolo Orsatti von Creadd Ventures ergänzt:
„Seit 2018 begleiten wir Delvitech und sehen in diesem Unternehmen eine der spannendsten Erfolgsgeschichten der europäischen Deep-Tech-Landschaft.“







