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Manchmal sind die verrücktesten Ideen in der Technikgeschichte auch die unterhaltsamsten. RFC 1149 aus dem Jahr 1990 ist so ein Fall: Ein offizielles Dokument der Internet Engineering Task Force (IETF), das beschreibt, wie man IP-Pakete über Brieftauben überträgt. Ja, richtig gelesen – lebende Vögel sollen als mobile Datenübertragungsgeräte fungieren.

Das Papier war natürlich ein Aprilscherz, aber es nimmt die Internetprotokolle erstaunlich ernst. Jede Taube trägt ein Datenpaket, das einen IP-Header enthält, und fliegt vom Absender zum Empfänger. Probleme wie verlorene Pakete, verspätete Zustellung oder „Datenverlust durch Vogelkot“ werden humorvoll diskutiert.

RFC 1149 wurde später sogar praktisch getestet: 2001 in Oregon übertrug ein Team von Forschern tatsächlich Datenpakete mit Brieftauben. Die Übertragungsrate war natürlich minimal, aber der Spaßfaktor enorm.

Und wer dachte, das sei alles, der irrt: RFC 2549 aus dem Jahr 1999 stellte eine „verbesserte Version“ vor, inklusive QoS (Quality of Service) für Brieftauben und IPv6-Unterstützung.

RFC 1149 zeigt, dass die Technik-Community nicht nur ernsthafte Innovationen schafft, sondern auch Humor hat. Manchmal ist ein bisschen Absurdität genau das, was man braucht, um über den Tellerrand zu blicken – oder über den Himmel der Tauben.

 

Quellen: