In dieser neuen Folge der VLOGGERIN Elodie, die sich der Vermittlung von Finanzwissen und Anlagestrategien widmet, hatte die Gastgeberin die Ehre, Alexandre Stachtchenko zu Gast zu haben. Er ist ein bekannter Befürworter von Bitcoin und trat bei den französischen Parlamentswahlen als Bitcoin-Kandidat an.
Das Gespräch fand im Rahmen des „Paradigme Bitcoin“ in Neuchâtel statt und beleuchtet Stachtchenkos tiefgreifende Perspektive auf die Kryptowährung. Im Mittelpunkt standen dabei die Zusammenhänge zwischen Bitcoin, dem Konzept des Sparens (épargne) und der allgemeinen Anlagewelt:
Konkret geht es um folgende Hauptpunkte:
- Bitcoin als Sparinstrument, nicht als Investition:
- Stachtchenko argumentiert, dass Bitcoin im strengen Sinne keine Investition sei, da es keinen Ertrag (keine Dividenden, Mieten oder Zinsen) produziere.
- Er sieht es als Sparvehikel (épargne) – ein Mittel, um Kaufkraft über die Zeit zu erhalten. Dieser Begriff stehe für die Bildung eines langfristigen „Sicherheitspolsters“, finanzielle Freiheit und die Übernahme von Verantwortung.
- Schutz vor Fiat-Währungen:
- Der Hauptzweck des Sparens in Bitcoin ist der Schutz vor der Inflation und der Entwertung von nationalen Währungen (Euro, Schweizer Franken, Dollar). Er betont, dass traditionelle Sparformen (wie Sparbücher) selbst in entwickelten Ländern oft einen real negativen Zinssatz aufweisen.
- Bitcoin belohnt die Besonnenheit (sobriété) und die Fähigkeit, Belohnungen aufzuschieben, da es dem gegenwärtigen Zwang zum Konsum entgegenwirkt.
- Bitcoin vs. Gold:
- Er betrachtet Bitcoin als die moderne, überlegene Form von Gold (digitales Gold). Während Gold technologisch ungeeignet für das Zeitalter der Telekommunikation ist (langsame, teure physische Übertragung), erfüllt Bitcoin die Funktion der Wertübertragung und -speicherung im digitalen Raum effizient.
- Abgrenzung von anderen Kryptowährungen:
- Ein zentraler Ratschlag an Neueinsteiger ist die klare Trennung von Bitcoin und allen anderen Kryptowährungen. Er bezeichnet „Kryptos“ als einen vagen Sammelbegriff. Bitcoin sei ein einzigartiges politisches Projekt der individuellen Freiheit und einer alternativen Währung, während der Rest oft nur die nächste Stufe der traditionellen Finanzindustrie sei oder ein höheres Betrugsrisiko berge.
- Strategie für den Einstieg (DCA):
- Er rät davon ab, Bitcoin als Trader zu behandeln, der versucht, den Markt zu timen. Stattdessen empfiehlt er das regelmäßige, disziplinierte Sparen (Dollar-Cost Averaging, DCA), um die Volatilität zu glätten und den Fokus auf den langen Zeithorizont (20 Jahre) zu legen.
- Langfristige Wertentwicklung:
- Kurzfristige Preisvorhersagen (wie 1 Million Dollar bis 2030) sind für ihn irrelevant. Seine These ist, dass Bitcoin aufgrund seiner überlegenen Funktion als Wertspeicher einen wesentlichen Teil des Kapitals aus anderen Klassen (Immobilien, Aktien, Kunst) abziehen wird, die momentan nur als Notlösung zur Werterhaltung dienen.







