Mo.. Feb. 16th, 2026

Die Deutsche Bank hat in einer aktuellen Studie ein Szenario entworfen, das für die Zukunft der globalen Finanzarchitektur wegweisend sein könnte. Unter dem Titel “Bitcoin vs. Gold: The Future of Central Bank Reserves by 2030” analysieren die Analystinnen Marion Laboure und Camilla Siazon, ob Bitcoin das Potenzial hat, gemeinsam mit Gold als strategisches Reserve-Asset auf den Bilanzen von Zentralbanken aufgenommen zu werden.

Während Gold im September 2025 mit 3’703 US-Dollar pro Unze ein neues Allzeithoch markierte und durch geopolitische Unsicherheit sowie anhaltende Käufe der Zentralbanken gestützt wird, zeigte sich auch Bitcoin in Rekordlaune. Mit einem Spitzenwert von 123’500 US-Dollar im August und historisch niedriger Volatilität konnte sich die Kryptowährung als ernstzunehmender Makro-Hedge profilieren.

Die Deutsche Bank zieht Parallelen zwischen der historischen Entwicklung von Gold und der noch jungen Erfolgsgeschichte von Bitcoin. Beide Assets teilen zentrale Eigenschaften: Knappheit, hohe Liquidität, geringe Korrelation zu klassischen Anlageklassen und die Funktion als Absicherung gegen Inflation und geopolitische Risiken. Die Studie weist zudem darauf hin, dass die globale Entdollarisierung sowohl Gold- als auch Bitcoin-Investments befeuert.

Besonders brisant ist die geplante Einrichtung einer staatlichen Bitcoin-Reserve in den USA, die durch die Trump-Administration vorangetrieben wird. Sollte Washington den Schritt vollziehen, könnte dies Signalwirkung für andere Länder entfalten. Beispiele wie El Salvador, Bhutan, die Ukraine oder auch Pläne Kasachstans zeigen, dass Bitcoin bereits heute als Teil staatlicher Reservestrategien denkbar ist.

Gleichzeitig mahnt die Deutsche Bank zur Vorsicht: Volatilität, Cyberrisiken und das Fehlen institutionellen Vertrauens sind Faktoren, die Bitcoin noch nicht vollständig zum gleichwertigen Ersatz für Gold machen. Dennoch sehen die Analysten einen klaren Trend: Bis 2030 dürfte Bitcoin in vielen Zentralbanken offiziell Einzug halten – allerdings nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu Gold.

Für die Schweiz, deren Finanzplatz stark von Innovationskraft und internationaler Relevanz geprägt ist, bedeutet dies: Die Diskussion um Bitcoin als Reserve-Asset ist längst keine hypothetische mehr, sondern ein Thema von strategischer Tragweite; spätestens seit der Lancierung der sogenannten Bitcoin-Initiative:

 

Sammelfrist bis 30. Juni 2026: Bitcoin-Initiative im Detail

 

 

Quelle:

Da die Webseite der Deutschen Bank oft Aussetzer hat, hier das PDF direkt zum Download:

By Christian Mäder

Publisher and Founder >> Christian Mäder auf LinkedIn

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