Nach 14 Jahren Bürgerkrieg liegt Syrien in Trümmern – doch eine kleine, entschlossene Tech-Szene in Damaskus glaubt an einen Neuanfang. Junge Gründer wie Hamza Hourani, der mit seiner Lern-App Quizat Schülerinnen und Schüler unterstützt, sehen in Technologie die Chance, ein zerstörtes Land wieder aufzubauen.
Unter dem alten Assad-Regime wurden Startups schikaniert, Server abgeschaltet und Gewinne abgeschöpft. Mit dem Machtwechsel und der überraschenden Öffnung der neuen Regierung haben sich die Rahmenbedingungen jedoch radikal verändert: Bürokratische Hürden wie Lizenzen oder Genehmigungen wurden gestrichen, und erstmals dürfen Unternehmer frei mit Politikern diskutieren.
Trotz zerstörter Infrastruktur, fehlendem Kapital und langsamer Netze wagen sich Firmen wie der Fahrdienst YallaGo oder die Lieferplattform BeeOrder an einen Wiederaufbau. Internationale Konferenzen wie SYNC 2025 in Damaskus ziehen inzwischen tausende Investoren, Rückkehrer und Talente aus dem Ausland an. Selbst die USA haben Sanktionen teilweise aufgehoben, was Hoffnung auf frisches Geld und bessere Anbindung an den Weltmarkt weckt.
Doch die Herausforderungen sind enorm: Armut, Inflation, fragile Sicherheit und der fast völlige Zusammenbruch der Wirtschaft lasten auf der Bevölkerung. Dennoch sehen viele Syrer ihre Stunde gekommen. Sie wollen die lange Leidenszeit mit Unternehmergeist und digitaler Innovation überwinden.
Oder wie ein Gründer es formulierte:
„Ich glaube, die Zukunft gehört uns in Syrien. Wir werden weitermachen – niemand wird uns aufhalten.“







