Die bekannte Krypto-Börse Gemini, gegründet von den Zwillingen Cameron und Tyler Winklevoss, will an die Nasdaq gehen. Mit dem geplanten Börsengang strebt das Unternehmen eine Bewertung von bis zu 2,22 Milliarden US-Dollar an.
Konkret möchte Gemini rund 16,7 Millionen Aktien ausgeben. Der Preis pro Aktie soll zwischen 17 und 19 US-Dollar liegen. Damit könnte die Firma etwa 317 Millionen US-Dollar an frischem Kapital einsammeln. Die Aktie wird später unter dem Kürzel GEMI an der Nasdaq gehandelt.
Ein IPO – also ein „Initial Public Offering“ – bedeutet, dass ein Unternehmen erstmals seine Aktien öffentlich verkauft. Dadurch kommt Geld in die Kasse, gleichzeitig erhalten Investoren die Möglichkeit, Anteile am Unternehmen zu kaufen. Für Gemini ist das ein wichtiger Schritt, um sich stärker auf dem US-Markt zu positionieren und neues Vertrauen zu gewinnen.
Bemerkenswert ist, dass Gemini als sogenanntes „emerging growth company“ gelistet wird. Das erlaubt weniger strenge Berichtspflichten, etwa bei Manager-Gehältern oder Wirtschaftsprüfungen. Kritiker sehen das als Schwäche in Sachen Transparenz, doch für junge Firmen ist es eine willkommene Erleichterung.
Der Börsengang kommt zu einem spannenden Zeitpunkt: Die Wall Street zeigt wieder stärkeres Interesse an Krypto-Firmen. In den letzten Jahren gab es bereits IPOs, die am ersten Handelstag enorme Umsätze brachten. Gelingt Gemini ein ähnlicher Start, könnte dies ein weiteres Signal für das wachsende Vertrauen institutioneller Investoren in die Kryptobranche sein.
Für den Schweizer Markt und hiesige Bitcoin-Fans ist der Schritt ein Indikator: Krypto-Firmen werden erwachsen. Ein erfolgreicher IPO von Gemini könnte andere Player ermutigen, ähnliche Wege zu gehen. Gleichzeitig zeigt er, dass traditionelle Finanzmärkte und die Krypto-Welt immer enger zusammenrücken.







