Viele Schweizer Banken bieten mittlerweile den Kauf von Bitcoin an – doch nur wenige lassen auch Auszahlungen auf ein eigenes Wallet zu. Genau da trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer Bitcoin ernst nimmt, will sie nicht nur halten, sondern auch versenden können. Und dafür braucht es die Möglichkeit, Coins aus der Bank heraus auf ein Drittwallet zu übertragen – am besten ein sicheres Hardware-Wallet. Doch wie sieht das bei Schweizer Anbietern konkret aus?
Die Luzerner Kantonalbank zeigt, wie’s geht: Sie erlaubt Käufe ab 50 USD und erlaubt auch Drittwallet-Transfers. Die Gebühren beginnen bei 1,8 % und sinken je nach Volumen auf bis zu 1 %. Ähnlich flexibel ist Revolut: Über 200 Coins, 24/7 Handel, Sparpläne, sogar Staking – und man kann seine Bitcoin auch versenden. Nur wer beim Standard-Konto bleibt, zahlt 1,49 %, bei Revolut-Metal sind’s nur 0,49 %. Swissquote macht’s ebenfalls richtig: Bitcoin versenden? Kein Problem. Und die Gebühren sinken bei grösserem Volumen bis auf 0,5 %.
Ganz anders sieht es bei der Postfinance aus: Zwar bietet sie attraktive Konditionen (0,95 %), aber lässt keine Drittwallets zu – ein echtes No-Go für Bitcoin-Puristen. Auch Yuh, Valiant oder die Zürcher Kantonalbank halten ihre Kundinnen und Kunden lieber im eigenen System gefangen. Kein Versand, kein echter Besitz.
Einige Banken wie die St. Galler Kantonalbank machen gar keine konkreten Angaben. Andere wie die Thurgauer oder Zuger Kantonalbank bieten zwar Zugang zu Bitcoin, lassen aber keine Wallet-Transfers zu. Wer hier kauft, sollte wissen: Man besitzt dann nicht wirklich Bitcoin – sondern nur ein digitales Produkt mit Bitcoin-Bezug.
Fazit: Wer Bitcoin wirklich besitzen und auch unabhängig verwenden will, sollte nicht nur auf Gebühren oder Handelbarkeit achten, sondern vor allem auf die Möglichkeit, Coins aus der Bank heraus auf ein Drittwallet zu übertragen. Alles andere ist nur eine Illusion von Freiheit.






