Der FC Basel darf sich über einen warmen Geldregen freuen.
Die Kryptobranche erlebt spätestens seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten einen neuen Aufschwung. Der ehemals deklarierte Krypto-Gegner hat sich im Zuge des Wahlkampfes zum Krypto-Befürworter gewandelt und zahlreiche Reformen versprochen, die mittlerweile umgesetzt oder auf dem Weg dorthin sind.
Das hat auch die Branche in Europa beflügelt, an deren Spitze mit Bitpanda eine Kryptobörse steht, die jetzt auch beim Schweizer Fußball aktiv wird. Der Finanzdienstleister wird neuer Sponsor des FC Basel. Dort reiht sich das Pharma-Unternehmen Novartis zurück und macht den Platz frei für das österreichische Unternehmen Bitpanda.
Vom Pharmariesen zum Kryptoriesen
Die Kryptobörse wird zukünftig das Trikot des FC Basel zieren. Damit endet für den FC Basel eine Ära. Ganze 21 Jahre lang war der Pharmariese Novartis auf den Trikots des Schweizer Teams präsent, doch die Zusammenarbeit endet nicht gänzlich. Novartis wird den Schweizer Traditionsklub auch weiterhin unterstützen. Dies gilt hauptsächlich für den Nachwuchsbereich und die Frauenabteilung des FC Basel.
Der neue Hauptsponsor des aktuellen Schweizer Meisters kommt jedoch aus Österreich. Bitpanda hat in den vergangenen Jahren den Kryptomarkt europaweit erobert und zählt mittlerweile zu den größten Kryptobörsen des Kontinents. Hier können die Kunden nicht nur Kryptowährungen kaufen und mit diesen handeln, sondern auch Wertpapiere, ETFs und Rohstoffe traden.
Als langjähriger Befürworter einer klaren und nachvollziehbaren gesetzlichen Regulierung in der Kryptobranche zählte Bitpanda zu den ersten Kryptobörsen in Europa, die entsprechende Lizenzen nach den neuen Regen der Europäischen Union beantragten und erhielten.
Als Sponsor höchst aktiv
Für das Unternehmen ist das Engagement beim FC Basel grundsätzlich nichts Neues. Schon jetzt ist Bitpanda in zahlreichen Sportarten als Sponsor aktiv und versucht so seine Bekanntheit zu steigern.
Laut Aussage des CEO von Bitpanda, Eric Demuth, sucht die Kryptobörse vorwiegend Klubs und Sportler, die echte Werte leben und ihre Wurzeln ehren. Wenn diese dann auch noch über Generationen hinweg eine starke Gemeinschaft aufgebaut haben, passen sie ideal in jenes Profil, das Bitpanda interessiert.
Die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Top-Klub reiht sich in eine lange Liste an bekannten Brands in der internationalen Sportwelt ein. Einer davon findet sich auch in der Schweiz. Bitpanda unterstützt auch das Schweizer Tennis-Ass Stanislav Wawrinka. Dieser gibt selbst an, ein Verfechter von Kryptowährungen zu sein. Er glaube an Krypto und die Technologie, auf die es aufgebaut ist.
Doch Wawrinka ist nur ein klingender Name in einer ganzen Liste von Top-Sportlern und Klubs, die Bitpanda als Sponsor unterstützt. Dazu zählen nicht nur der aktuelle UEFA-Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain, sondern auch Deutschlands Serienmeister FC Bayern München und der AC Mailand.
Bitpanda sieht in diesem erfolgreichen Vereinen jene Eigenschaften manifestiert, für die man selbst auch stehen möchte. Dazu gehören Professionalität ebenso wie Standfestigkeit, internationaler Erfolg, Teamarbeit und Innovation.
Doch diese Eigenschaften zeigen sich auch in anderen Sportarten, daher gehören mittlerweile auch die Tennis-Stars Alexander Zverev und Gaël Monfils sowie Rugby-Star Antoine Dupont zur großen Bitpanda-Familie. Damit nicht genug, ist die Kryptobörse auch noch als Sponsor für die ATP-Tour und die National Football League aktiv.
Erfolgreiche Strategie
Angesichts dieses massiven Auftritts in der Öffentlichkeit ist es kein Wunder, dass Bitpanda mittlerweile Millionen an Kunden an zehn Standorten in ganz Europa zu verzeichnen hat. Diese Strategie hat sich bereits in der Sportwetten- und Online-Casino-Branche als höchst erfolgreich erwiesen. Dort boomt die Branche, wie die Auflistung von Casino.ch nachdrücklich zeigt. Auch dort suchen die Betreiber das Licht der Sportöffentlichkeit, um für ihre Produkte zu werden und um gleichzeitig ihr Image aufzupolieren.
Die Werbeoffensive der Branche kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt. Immerhin hat Donald Trump zahlreiche Wahlversprechen in Rekordzeit umgesetzt. Mit neuer Führung der amerikanischen Wertpapieraufsicht SEC endete der Krieg gegen Kryptowährungen. Gleichzeitig kündigte Trump an, alles unternehmen zu wollen, um die USA zur weltweit führenden Krypto-Nation zu machen. Seine Idee einer strategischen Kryptoreserve sorgte ebenso für Aufsehen, wie die Pläne seines familieneigenen Unternehmens Trump-Media, massiv in Bitcoin einsteigen zu wollen.
Bitcoin zeigt sich krisenfest
Wenig überraschend erreichte Bitcoin trotz zahlreicher wirtschaftlicher und politischer Krisen zuletzt ein neues Rekordhoch. Die Prognosen für dieses Jahr gehen davon aus, dass Bitcoin 2025 weiterhin deutlich im Wert ansteigen wird. Gleichzeitig steigt die Adoption der Krypto-Leitwährung weiter an.
In Europa hat die Europäische Union mit der sogenannten MiCA-Verordnung einen rechtlichen Rahmen für Kryptowährungen geschaffen. In den USA hingegen baut die Regierung von Donald Trump immer mehr gesetzliche Hürden für die Branche ab. Der Hintergrund dieser Strategie ist klar.
Die USA möchten Innovation und Entwicklung der Branche fördern und nicht einbremsen. Diese sieht in der neuen Strategie eine Chance, sich weiterhin als Alternative zum herkömmlichen Finanzsystem zu positionieren. Das kommt bei den Investoren gut an. Dort ist mittlerweile klar ersichtlich, dass die institutionellen Anleger das Kommando übernommen haben.
Anders als bei zahlreichen Finanzblasen der Vergangenheit wird der Kurs von Bitcoin nicht von zahllosen Privatanlegern angetrieben, sondern von institutionellen Anlegern, die an den Vermögens- und Inflationsschutz von Bitcoin glauben. Das lässt darauf hoffen, dass Bitpanda ähnlich lange beim FC Basel aktiv bleibt wie Novartis.







